Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Arbeiten auf Schloss-Areal seit 2016 wiederholt
Am Sonntag, den 10. Mai 2026, erhält das Mannenhaus als Bestandteil der historischen Wasserschlossanlage in Senden die Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Diese wird anlässlich des Abschlusses der Sanierung des barocken Mannenhauses übergeben und weist auf die Förderung durch die Stiftung für den Erhalt des Denkmals hin.
Die Bronzeplakette wird um 12.30 Uhr vor Ort von Sigrid Karliczek, DSD-Ortskuratorin Münster, an Martina Fleßner, Geschäftsführerin des Vereins Schloss Senden e.V., überreicht. Der gemeinnützige Trägerverein wurde mit dem Ziel gegründet, Schloss Senden samt umliegendem Park zu erhalten, wissenschaftlich zu erforschen und einer zukunftsfähigen Nutzung zuzuführen.
Die DSD begleitet die Sanierung von Schloss Senden seit 2016 kontinuierlich und unterstützt wiederholt die Restaurierung. Zuletzt wurde 2025 ein Fördervertrag über 100.000 Euro für die statische Sicherung von Keller und Abort-Erker des Herrenhauses zur Verfügung gestellt. Neben Maßnahmen am Herrenhaus wurden bereits mehrfach Maßnahmen am Mannenhaus, etwa die Restaurierung der Außenwände und die Innensanierung des barocken Gebäudes, gefördert. Auch die Stabilisierung des nicht mehr tragfähigen Untergrunds – das Mannenhaus hatte sich bis zu 37 Zentimeter geneigt – wurde von der DSD gefördert.
Mit bisher insgesamt über 500.000 Euro konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Restaurierungsarbeiten auf dem Schlossgelände unterstützen. Das ist möglich dank der vielen privaten Förderer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der Lotterie GlücksSpirale. Neben der finanziellen Unterstützung gab es in den vergangenen Jahren auch praktische Hilfe für den Erhalt der Anlage, etwa durch Einsätze der Jugendbauhütte NRW-Westfalen.
Zum Objekt
Das Wasserschloss Senden ist ein typisches Beispiel einer mittelalterlichen Wasserburg im Münsterland. Die Anlage liegt auf einer großen Insel, umgeben von einem breiten Wassergraben und dem baumbestandenen ehemaligen Ringwall. Der älteste Teil der Schlossanlage stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts; Umbauten erfolgten im frühen 18. sowie im späten 19. Jahrhundert. Nach wechselnden Nutzungen als Internat, Hotel und Restaurant stand das Schloss ab 1990 über zwei Jahrzehnte leer. Seit 2015 saniert der Verein das Schloss, um hier einen nachhaltigen Kultur-, Bildungs- und Begegnungsort zu entwickeln.
Das barocke Mannenhaus wurde 1719 errichtet und bildet die westliche Flanke der hufeisenförmig um einen Innenhof gruppierten Schlossanlage. Der zweigeschossige Bau mit Krüppelwalmdach, das Elemente von Sattel- und Walmdach kombiniert und sich durch abgeschrägte Giebelseiten im oberen Bereich charakterisiert, und Glockentürmchen prägt das Erscheinungsbild des Ensembles. Die Fassaden sind unterschiedlich: Während Nord-, Ost- und Südfassade verputzt sind, zeigt sich die Westseite in Sichtmauerwerk. Charakteristisch sind zudem die Fenstergewände, die Fenstereinfassungen im Mauerwerk, aus Baumberger Sandstein.
Schloss Senden ist eines der über 900 Objekte, die die DSD dank ihrer privaten Förderer, der Erträge der Treuhandstiftungen, mit Hilfe der Lotterie GlücksSpirale in Nordrhein-Westfalen bisher fördern konnte.
Für Pressevertreter:
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