Zur Erinnerung an die private Förderung
Eiko Wenzel, Ortskurator Flensburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 3. März 2026 um 11.00 Uhr an Pastorin May-Britt Johannsen eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale Zimmerer- und Holzbauarbeiten an der Kirche St. Johannis zu Adelby in Flensburg mit 15.000 Euro unterstützen. Das Gotteshaus gehört seit 2024 zu den über 280 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.
Zum Objekt:
Die Kirche St. Johannis zu Adelby liegt auf einer kleinen Anhöhe im Osten Flensburgs und ist von einem parkähnlich gestalteten Friedhof umgeben. Dieser ist der einzige noch bestehende kirchliche Friedhof im Flensburger Stadtgebiet. Errichtet wurde die Kirche um 1200 als einschiffiger Feldsteinbau mit rechteckigem Chor und drei Fensterachsen. Vermutlich gehörte ursprünglich ein freistehender hölzerner Glockenstapel zur Anlage. Die Kirche war dem Dorf Adelby zugeordnet, das heute nicht mehr existiert, aus dem jedoch spätere Siedlungen hervorgingen, die zur Entwicklung der Stadt Flensburg beitrugen.
Um 1500 wurde an der Nordseite ein spätgotisches Vorhaus mit Treppengiebel angebaut. Eine wesentliche bauliche Veränderung erfolgte 1726. Das Kirchenschiff wurde um eine Fensterachse verlängert, der hölzerne Glockenstapel entfernt und stattdessen ein gemauerter Westturm errichtet. Dieser erhielt einen Spitzhelm mit offener achteckiger Laterne und wurde mit Granitquadern verkleidet, die vermutlich von einem Flensburger Stadtturm stammen. Charakteristisch für das Kirchengebäude sind zudem die zahlreichen Maueranker.
Weitere Umbauten bis etwa 1780, darunter die Vergrößerung des Chors, die Erhöhung des Kirchenschiffs und größere Fenster an der Südseite, führten zur heutigen Gestalt als Saalkirche mit Kastenchor. In den 1960er Jahren wurde die Kirche umfassend instandgesetzt und renoviert.
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