16.04.2026

Bronzetafel erinnert künftig an Förderung für den Scheinfelder Torturm

Bayern
Mittelalterlicher Torturm aus grobem Stein mit rundem Zifferblatt und zwei kleinen Fenstern unter blauem Himmel
Am Scheinfelder Torturm erinnert künftig eine Bronzetafel an die Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Plakette wird am 24. April 2026 vonDSD-Ortskuratorin an Bürgermeister überreicht

Am Torturm in Scheinfeld wird künftig eine Bronzetafel zeigen, dass es für die Restaurierung des städtischen Wahrzeichens Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gegeben hat. Die Instandsetzung des Daches konnte dank der zahlreichen privaten Förderer und der Lotterie GlücksSpirale mit 30.000 Euro gefördert werden.

Die Bronzetafel wird am Freitag, den 24. April 2026 um 15.00 Uhr von Elisabeth Balk vom DSD-Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister an Bürgermeister Claus Seifert übergeben, um anschließend an der Fassade des Torturms angebracht zu werden. Zu lesen sein wird auf der bronzenen Plakette: „Gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“.

Der Torturm gilt als Wahrzeichen der Stadt Scheinfeld und prägt das Stadtbild bis heute. Aufgrund seiner exponierten Lage am oberen Ende der Altstadt unmittelbar an der Staatsstraße kommt dem Bauwerk eine besondere städtebauliche Bedeutung zu. Mit der angebrachten Bronzetafel wird dauerhaft sichtbar gemacht, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Erhaltung dieses bedeutenden Denkmals beigetragen hat.

Zum Objekt

Der Obere Torturm ist Teil der ehemaligen bruchsteinernen Stadtbefestigung Scheinfelds und wurde vermutlich nach 1415 errichtet. Er ist ein gut erhaltenes und markantes Beispiel für ein im Kern spätmittelalterliches Gebäude, wie es für historische Kleinstädte in der Region typisch ist. Weithin sichtbar markiert der Turm den Übergang von der Altstadt zur im 17. Jahrhundert angelegten Schwarzenberger Straße, deren Achse auf die Westfront des Schlosses Schwarzenberg ausgerichtet ist. Der Torturm ist damit, über seine Funktion als Befestigung hinaus, ein wichtiger Bestandteil der repräsentativen Verbindung von Stadt und Schloss.

Der Turm erhebt sich über einem quadratischen Grundriss und ist etwa 23 Meter hoch. Charakteristisch sind die leicht spitzbogige Durchfahrt, durch die die Hauptstraße führt, das niedrige Fachwerkobergeschoss sowie das zeltförmige Dach mit Laterne, einem kleinen pavillonartigen, offenem Aufsatz mit darin befindlichen Glocken.

Die Turmfassaden stehen an drei Seiten frei, lediglich im Süden schließt ein Nachbargebäude an. Das Fachwerkgeschoss wurde 1605/1606 umgebaut. Eine schmale Treppe führt in den Innenbereich oberhalb der Durchfahrt. Die Deckenebenen bestehen aus einfach verbretterten Holzbalkendecken. Bei der Restaurierung konnten auf zwei Fachwerkwänden partielle figürliche Wandmalereien aus der Barockzeit freigelegt werden, die einen Mann, eine Frau und ein junges Mädchen zeigen.

Der Torturm gehört zu den über 680 Objekten, die die DSD dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Restaurierungsarbeiten am Scheinfelder Torturm sind von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert worden.
Weithin sichtbar markiert der Turm den Übergang von der Altstadt zur Schwarzenberger Straße.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

Downloads

Pressemitteilung und Bilder zur freien Verwendung bei Namensnennung: Alle Medien herunterladen (ZIP)

Ansprechpartner

Dr. Ursula Schirmer

Leitung Stabsstelle Presse

Pressesprecherin

Tel. 0228 9091-402

ursula.schirmer@denkmalschutz.de

Thomas Mertz

Leitung

Pressestelle

Tel. 0228 9091-404

thomas.mertz@denkmalschutz.de

Fabian Christmann

Referent

Pressestelle

Tel. 0228 9091-407

fabian.christmann@denkmalschutz.de

Lydia Schauff

Referentin

Pressestelle

Tel. 0228 9091-408

lydia.schauff@denkmalschutz.de

Freianzeigen

WERT-voll: was uns ohne Denkmale fehlen würde

WAHR-Zeichen: Denkmale sind authentische Geschichts-Zeugnisse

Kultur-Spur: Ein Fall für den Denkmalschutz

Trendsetter Denkmal: moderner als gedacht!

Denkmalschutz ist gelebter Klimaschutz!

Weitere Pressemitteilungen