Zur Erinnerung an die privaten Förderer
Zweckgebundene Spenden ermöglichten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die Restaurierung der gotischen Portale, angrenzender Wandbereiche sowie die Aufarbeitung der Bestandstüren im ehemaligen Pfarrhaus der Aegidiikirche in Quedlinburg mit 17.832,15 Euro zu unterstützen. Nun überbringt Klaus Dieter Plate, Ortskurator Quedlinburg der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 14. April 2026 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Kerstin und Matthias Zentner. Sie soll an das Engagement der privaten Förderer und der Soziallotterie GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.
Die Aegidiikirche ist eine der ältesten Kirchen der Welterbestadt Quedlinburg. Sie befindet sich im nördlichen Teil der Altstadt, unweit der ehemaligen Stadtmauer. Die Kirche selbst wurde um 1179 zum ersten Mal erwähnt und ist wahrscheinlich die älteste Stadtkirche Quedlinburgs. Die spätgotische Hallenkirche wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Um 1678 verband man die dreischiffige Halle zu einem Einheitsraum. Seit dem Jahr 2014 gibt es den Förderkreis St-Aegidiikirche Quedlinburg, dessen Mitglieder sich für den Erhalt des Kirchbaus und die Pflege der dazugehörigen Liegenschaft ehrenamtlich einsetzen.
Das ehemalige Pfarrhaus auf dem Ägidiikirchhof 3 befindet sich im Norden der Quedlinburger Altstadt. Es wurde 1260 errichtet. Um- und Erweiterungsbauten erfolgten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. In dem äußerlich stark überformten Fachwerkhaus hat sich der frühgotische Kernbau umfänglich erhalten. Zum hochmittelalterlichen Kernbestand des langgestreckten zweistöckigen Fachwerkhauses mit Walmdachabschluss zählen der massive in Nord-Südrichtung gespannte Tonnenkeller mit Kellerhals und Rundbogenpforte, der massive Unterstock in hammerrechten Sandstein-Quadermauerwerk, dem auch die beiden in der Ostwand erhaltenen Spitzbogenportale zuzuordnen sind, große Teile des Fachwerkoberstocks mit originaler Kopfbandaussteifung, die beiden Holzbalkendecken und einige Gebinde des Dachwerks.
Das Denkmal gehört zu den über 680 Objekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.
Für Pressevertreter:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.