13.04.2026

Bronzetafel für den Aegidiikirchhof in Quedlinburg

Sachsen-Anhalt
Aegidiikirche in Quedlinburg
Aegidiikirche in Quedlinburg

Zur Erinnerung an die privaten Förderer

Zweckgebundene Spenden ermöglichten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die Restaurierung der gotischen Portale, angrenzender Wandbereiche sowie die Aufarbeitung der Bestandstüren im ehemaligen Pfarrhaus der Aegidiikirche in Quedlinburg mit 17.832,15 Euro zu unterstützen. Nun überbringt Klaus Dieter Plate, Ortskurator Quedlinburg der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 14. April 2026 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Kerstin und Matthias Zentner. Sie soll an das Engagement der privaten Förderer und der Soziallotterie GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die Aegidiikirche ist eine der ältesten Kirchen der Welterbestadt Quedlinburg. Sie befindet sich im nördlichen Teil der Altstadt, unweit der ehemaligen Stadtmauer. Die Kirche selbst wurde um 1179 zum ersten Mal erwähnt und ist wahrscheinlich die älteste Stadtkirche Quedlinburgs. Die spätgotische Hallenkirche wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Um 1678 verband man die dreischiffige Halle zu einem Einheitsraum. Seit dem Jahr 2014 gibt es den Förderkreis St-Aegidiikirche Quedlinburg, dessen Mitglieder sich für den Erhalt des Kirchbaus und die Pflege der dazugehörigen Liegenschaft ehrenamtlich einsetzen.

Das ehemalige Pfarrhaus auf dem Ägidiikirchhof 3 befindet sich im Norden der Quedlinburger Altstadt. Es wurde 1260 errichtet. Um- und Erweiterungsbauten erfolgten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. In dem äußerlich stark überformten Fachwerkhaus hat sich der frühgotische Kernbau umfänglich erhalten. Zum hochmittelalterlichen Kernbestand des langgestreckten zweistöckigen Fachwerkhauses mit Walmdachabschluss zählen der massive in Nord-Südrichtung gespannte Tonnenkeller mit Kellerhals und Rundbogenpforte, der massive Unterstock in hammerrechten Sandstein-Quadermauerwerk, dem auch die beiden in der Ostwand erhaltenen Spitzbogenportale zuzuordnen sind, große Teile des Fachwerkoberstocks mit originaler Kopfbandaussteifung, die beiden Holzbalkendecken und einige Gebinde des Dachwerks.

Das Denkmal gehört zu den über 680 Objekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

Für Pressevertreter:
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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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