Zur Erinnerung an die privaten Förderer
Dank privater Spenden unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in den vergangenen Jahren die Instandsetzungsarbeiten an der Windmühle in Bad Nauheim. Nun überbringt Werner Völler, Ortskurator Frankfurt/M. der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 5. März 2025 um 11.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz“ an Dr. Thomas Schwab, den ersten Vorsitzenden des Vereins Wind- und Wasserkunst Bad Nauheim e.V. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Windmühle gehört zu den über 300 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Hessen fördern konnte.
Die fünf erhaltenen Gradierwerke Bad Nauheims liegen alle südlich des sogenannten Inhalatoriums, drei von ihnen gehören zur "Langen Wand", eine Reihe von mehreren 100 Meter langen, hintereinandergeschalteten Gradierwerken am Südrand der Saline. Unter Leitung des Kammerrates Waitz von Eschen etablierte sich in Bad Nauheim eine der größten Siedesalinen Europas. Sole wurde mit sieben Wasserrädern, einem Tretrad für Pferde und zwei Windpumpen auf 3700 Meter lange Gradierwerke gepumpt.
Zum Objekt
Die Wind- und Wasserkunst zeigt sich als Ensemble aus Windmühlenturm, Schwalheimer Wasserrad und Kunstgestänge, die den Antrieb von Solepumpen bilden. Zwischen die beiden östlichen Gradierwerke ist die ursprünglich zur Soleförderung dienende Windmühle (Typ Holländer) gespannt. Die Mühle hob gemeinsam mit dem Wasserrad die Sole auf die Gradierwerke. Die Mühle war von 1747 bis 1824 in Betrieb. Nachdem ein Orkan die Flügel und die Kappe zerstört hatte, ergänzte man die Mühle durch eine Fachwerkaufbau mit verschiefertem Dach. Aufgrund des hohen Bedienungsaufwandes, der Kosten und der kalkulierbaren, ausreichenden Energieerzeugung durch die Wasserräder, verzichtete man nun auf die Windmühlenfunktion und baute das neue Schalheimer Kunstgestänge. Der heute verputzte Mühlenturm steht ohne die einst drehbare, verschindelte Kappe da und wurde mit einem Ziegeldach geschlossen.
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