Mit Holzschindeln gedeckter vierkantiger Holzturm mit schlankem Achteckhelm
Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 31. Juli 2026 um 10.00 Uhr überbringt Wolfgang von Ancken, Ortskurator Kiel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Friederike Fischer von Lotto Schleswig-Holstein dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag über 40.000 Euro für die Dacharbeiten am Schindelturm der evangelisch-lutherischen Kirche in Flintbek an Lydia von Eye, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats.
Die Flintbeker Kirche befindet sich in der Ortsmitte umgeben von einem Kirchhof auf einem markant zur Eider abfallenden Hügel. Der über dem Dorf thronende Kirchturm ist folglich Wahrzeichen von Flintbek.
Die geschichtlichen Anfänge der Kirche gehen auf das frühe 13. Jahrhundert zurück. 1223 erteilte Graf Albrecht von Orlamünde dem Augustiner-Chorherrenstift Neumünster die Erlaubnis zur Errichtung einer Pfarrkirche, die im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts zur Ausführung gelangte. Im 14. Jahrhundert entstand als Nachfolgebau der heutige Backsteinsaalbau mit Flachdecke.
Dem mittelalterlichen Kernbau wurde 1615 ein mit Holzschindeln gedeckter vierkantiger Holzturm mit schlankem Achteckhelm vorgebaut. Als dieser abbrannte, wurde er 1772/1773 erneuert.
Trotz aller baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte bewahrt die Kirche weiterhin Teile ihrer mittelalterlichen Ausstattung, so einen Schnitzaltar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, eine Bronzetaufe aus dem Jahr 1515 und ein Holzkruzifix der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 280 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER: Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.