Das älteste erhaltene Gebäude im Dorf
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Dachdeckungsarbeiten an der Dorfkirche Rohrbeck bei Niedergörsdorf dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale mit 10.000 Euro.
Die Dorfkirche Rohrbeck wurde als spätgotische Feldsteinkirche erbaut. Das älteste erhaltene Gebäude im Dorf wurde oftmals in den verschiedenen Jahrhunderten innen und außen deutlich erkennbar umgebaut.
Das rechteckige Bauwerk ist 18 Meter lang und 10 Meter breit. Die Feldsteine wurden lediglich an den Ecken behauen. Die Ostseite besteht aus verblendetem Fachwerk. An den Langwänden belichten Rundbogenfenster das Innere. Ein kleines rechteckiges Fenster darunter ergänzt das Bild. Der Westturm in der Breite des Kirchenschiffs ist 5 Meter lang. Er kann durch ein Rundbogenportal betreten werden. Über der Dachtraufe verjüngt sich der Turm mit seitlichen Pultdächern. An jeder Seite gibt es eine kleine Klangarkade. Die Turmhaube ist geschweift, sie schließt mit einer Turmkugel und einer Wetterfahne ab.
Erwähnenswert sind der barocke Kanzelaltar aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, eine spätgotische Fünte aus dem frühen 16. Jahrhundert und ein Ölgemälde mit einer Weihnachtsszene aus dem 19. Jahrhundert. Die Orgel von Johann Ephraim Hübner stammt aus dem Jahr 1756. Sie hat zehn Register und ein Manual. Sie wurde 1848 umgebaut und 1867 durch Blitzschlag beschädigt und anschließend repariert.
Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 760 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Brandenburg fördern konnte.