Sanierung zur Substanzerhaltung
Für Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten am Schloss Amelunxen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 120.000 Euro zur Verfügung. Das Schloss gehört seit 2023 zu den über 880 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Das Herrenhaus von Schloss Amelunxen liegt eingebettet in einen Wirtschaftshof mit angrenzendem Landschaftspark. Die Anlage geht auf einen mittelalterlichen bischöflichen Gutshof zurück und wurde im Jahr 1554 von den Brüdern Gerd und Ludolf von Amelunxen errichtet. Seit dem Verkauf im Jahr 1718 an den Fürstbischof von Paderborn, Franz Arnold Freiherr von Wolff-Metternich zur Gracht, befindet sich das Anwesen in Familienbesitz.
Zum Objekt:
Das zweigeschossige Herrenhaus wurde als Doppelwohnsitz mit spiegelbildlich angeordneten Wohnungen konzipiert. Es zeigt typische Merkmale der frühen Weserrenaissance: ein langgestreckter verputzter Steinbau mit Eckquaderungen, horizontalem Geschossgesims und von Sandsteingewänden gerahmten Fenstern, die teils als Kreuzstockfenster ausgeführt sind.
Der Eingang erfolgt über eine zweiläufige Freitreppe, die zu zwei Rundbogenportalen mit Maßwerk und Wappen führt. Zwei dreiachsige Steinerker, die auf Konsolen ruhen und von profilierten Dreiecksgiebeln bekrönt werden, gliedern die Fassade. Das hohe Dach mit regionaltypischer Sandsteinplattendeckung, einem spitzgiebeligen Zwerchhaus und Dachgauben stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert. Die Anlage zeigt die Entwicklung adeliger Wohnarchitektur in Westfalen.