Das Denkmal wird von den neuen Eigentümern wieder denkmalgerecht instandgesetzt
Für die Schieferneudeckung des Wohnhauses Oberdorf 12 im 869 erstmals urkundlich erwähnten Eifeldorf Holsthum stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Mittel der GlücksSpirale 30.000 Euro zur Verfügung. In der Ortschaft südwestlich von Bitburg an der Prüm wurde schon in der Steinzeit gesiedelt. Auch die Römer hinterließen ihre Spuren. Die Hofanlage liegt am nördlichen Ortsrand im sogenannten Oberdorf.
Das landwirtschaftliche Anwesen wurde von Bauherr Simon Elens 1805 errichtet. Danach diente das stattliche Wohnhaus auch als örtliches Notariat. Das ursprüngliche Schieferdach wurde nach dem Krieg notdürftig in einem Materialmix unterschiedlicher Deckungen repariert. Nach diversen Umbauten in den 1960er/1970er Jahren wurde das Denkmal in jüngerer Zeit von neuen Eigentümern denkmalgerecht instandgesetzt.
Bei dem Wohnhaus handelt es sich um einen dreistöckigen Putzbau. Die Hauptfassade mit Geschossgliederung ist zum Hof hin ausgerichtet und hat Rundbogenfenster im Obergeschoss. Zentral an der Hauptfassade befindet sich der prächtige Zugang mit Freitreppe und Pilastern und geschwungenem Architrav. Hierauf werden Bauherr und Erbauungsjahr genannt: Simon - MDCCCV - Elens. An den Hauptbau schließen sich mehrere Nebengebäude an. Hinter diesem langgezogenen Gesamtbau befindet sich ein gepflegter Garten.
Im Innern haben sich bauzeitliche Details erhalten, die stimmig mit modernen Zutaten kombiniert wurden. Hervorzuheben ist die restaurierte Bossen-Malerei im Treppenhaus.
Das Haus in Holsthum ist eines von über 360 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.