Chorturmkirche des späten Mittelalters mit erhaltener Raumfassung von 1902
Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 16. September um 11.00 Uhr überbringt Friedrich Bürglen, Ortskurator Jena der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro für Dachkonstruktionsarbeiten an der evangelischen Kirche Maria auf dem Weg in Blankenhain Rottdorf an Pfarrer Dr. Markus Hille. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden.
Die evangelische Kirche Maria auf dem Weg liegt im Ortsteil Rottdorf der Stadt Blankenhain im Landkreis Weimarer Land. Die Chorturmkirche entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts unter Verwendung von Bauresten eines romanischen Vorgängerbaus. Im 18. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff umgebaut und mit einem Mansarddach versehen.
Ihr heutiges Erscheinungsbild wird zudem durch Umgestaltungen des Jahres 1902 geprägt. Damals brach man neugotische Fenster aus, schuf einen neuen Eingang und veränderte die über dem Altar angeordnete Kanzel. Aus dieser Zeit ist die Raumfassung weitgehend geschlossen erhalten geblieben. Bemerkenswert sind außerdem die Wandmalereien des Weimarer Künstlers Oskar von Zaborsky aus den 1920er Jahren, darunter die Darstellung der Himmelfahrt Christi an der Ostwand. Der Innenraum wird von einer Korbbogentonne überspannt und verfügt über eine doppelte Empore. Der Turm schließt mit einer Schweifhaube ab.
Die Kirche Maria auf dem Weg gehört damit zu den über 590 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER: Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.