Das einzige original erhaltene Haus, in dem der Literatur-Nobelpreisträger lebte
An der Generalsanierung des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Hiddensee beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden mit 1.379.532 Euro. Den dazugehörigen symbolischen Fördervertrag überbringen Guido Siebert, Teamleiter Vergabe der DSD, und Joachim Ernst von Marschall, Ortskurator Rügen der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 29. August 2025 um 10.30 Uhr an Franziska Ploetz vom Gerhart Hauptmann Haus, Stiftung bürgerlichen Rechts. Das Wohnhaus des Dichters hat die DSD bereits 1992 erstmalig gefördert. Es gehört zu den jetzt über 650 Objekten, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.
Die nordwestlich von Rügen gelegene Insel Hiddensee wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Schriftstellern, Malern und Schauspielern als Ort der Kontemplation und Metropolenflucht entdeckt. Mit ihrer unberührten Landschaft verkörperte sie in einer immer stärker durch Industrialisierung geprägten Gesellschaft das Ideal einer "Heilen Welt". Nicht die Etablierten, sondern eher die Vertreter der Avantgarde kamen zunächst hierher.
Zum Objekt:
1930 erwarb Gerhart Hauptmann das "Haus Seedorn" auf Hiddensee als Sommerhaus. Es besteht aus dem alten "Haus Seedorn" und dem sogenannten Neubau, den Hauptmann 1930 durch den Dresdner Architekten Arnulf Schelcher erstellen ließ. Beide Gebäude sind durch einen schmalen Verbindungsbau, dem sogenannten Kreuzgang, miteinander verbunden.
Die aus Backstein errichteten Häuser sind mit Biberschwanzziegeln eingedeckt. Das alte Haus ist zweigeschossig, im Erdgeschoss verputzt, im Obergeschoss verschalt und wird von einem Mansarddach mit Schopf abgeschlossen. An der Ost- und Südseite schließen sich zwei kleine Verandaanbauten an. Der Neubau ist lediglich eingeschossig, ebenfalls mit einem Walmdach mit großen Fledermausgauben abgeschlossen. Ergänzt wurde der Neubau durch einen großzügig angelegten Weinkeller, in dem in Tonröhren Hunderte von Weinflaschen gelagert werden konnten. Es ist das einzige im Originalzustand erhaltene Haus in Deutschland, in dem der Literatur-Nobelpreisträger lebte und gilt damit als national bedeutendes Denkmal.
FÜR PRESSEVERTRETER:
Diese Pressemeldung gilt als Einladung zum Termin. Wir bitten Sie, die Sperrfrist zu beachten: Terminbeginn