08.05.2026

Das „Schlössli“ in Eimeldingen wird DSD-Förderprojekt

Baden-Württemberg

Ein Treppenturm, wie sonst nur an wehrhaften Gebäuden zu finden

Bei einem Pressetermin vor Ort am Montag, den 11. Mai 2026 um 15.00 Uhr überbringt Hans-Joachim v. Buchka, Ortskurator Müllheim/Markgräflerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen Fördervertrag über 20.000 Euro an Dr. Sophie Hüglin für die Eigentümergemeinschaft. Ausgeführt werden können nun Sicherungsarbeiten am Wendeltreppenturm des Schlössli genannten Gehöfts in der Dorfstraße in Eimeldingen sowie die Konservierung und Restaurierung des historischen Putzbestandes im Innenbereich. Ermöglicht haben die Förderung zahlreiche private Spenden sowie die Erträge der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD ist.

Das im Volksmund "Schlössli" genannte Gehöft besteht aus Wohnhaus, Scheune und Einfriedung. Es befindet sich in zentraler Lage im historischen Dorfkern von Eimeldingen. Gemeinsam mit der Kirche St. Martin und dem überdachten Sodbrunnen bildet es das malerische Zentrum des Ortes. Das spätmittelalterliche Gebäude wurde 1492/1493 errichtet und überlebte diverse Kriege in der Rheinebene. Charakteristisch für dieses Wohnhaus ist der um 1525 ergänzte Treppenturm, der ansonsten eher an repräsentativeren, wehrhaften Gebäuden zu finden ist.

Der repräsentative Steinbau aus Kalkbruchsteinquadern erhebt sich über einem Gewölbekeller. Mit dem Wendeltreppenturm vor der Südfassade werden das erste Obergeschoss und der Dachraum erschlossen. Er besitzt eine Rundspindel aus Segmenten mit jeweils anhängender, außen vermauerter Blockstufe aus sorgfältig zugehauenem Kalkstein. Die Außenhaut ist hauptsächlich aus groben Kieswacken und Backsteinfragmenten aufgemauert.

Das Schlössli gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Für Pressevertreter:
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