24.04.2026

Denkmalrettercamp in Helmstedt: Hunderte helfende Hände für Kramers Gut

TOP-NEWS
Teilnehmer der Jugendbauhütte im März beim Vermessen von Türen und Fenstern auf Kramers Gut.

Rund 300 Freiwillige im Einsatz für letzte erhaltene innerstädtische Gutsanlage in Niedersachsen

Vom 1. bis 12. Juni 2026 engagieren sich rund 300 junge Freiwillige auf Kramers Gut in Helmstedt, einer denkmalgeschützten Hofanlage aus dem 17. Jahrhundert. Die beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aktive und frühere Freiwillige der bundesweit 16 Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), unterstützen das Denkmalrettercamp in ihrer Freizeit und aus Begeisterung. Das gemeinsame Ziel: Das historische Gutsensemble restaurieren und erhalten. 

„Wir tun, was wir am besten können: Denkmale retten“, sagt Laura Haverkamp, Projektleitung des Denkmalrettercamps. Was mit den Fluthilfecamps im Ahrtal, bei denen Hunderte Freiwillige zeitweise vor Ort gelebt und geschlafen und beim Wiederaufbau nach der Flut 2021 geholfen haben, seinen Anfang genommen hat, wird nun als Denkmalrettercamp fortgesetzt. „Damit lebt die Idee der gemeinsamen, bundesweiten Hilfe für gefährdete Denkmale über das Ahrtal hinaus weiter“, so Haverkamp.  Die Jugendbauhütten sind ein Projekt der DSD in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). 

Kramers Gut ist eine denkmalgeschützte Hofanlage aus dem 17. Jahrhundert und eine der letzten erhaltenen innerstädtischen Gutsanlagen in Niedersachsen. Das Gut, das sich im Eigentum der Stadt Helmstedt befindet, soll in Zukunft nicht nur ein Seminarzentrum der Jugendbauhütten werden, sondern auch ein Begegnungszentrum, ein städtischer Schmelztiegel in altem Gemäuer. 

Jeweils 150 Engagierte pro Woche werden zwischen dem 1. und dem 12. Juni 2026 aktiv werden, um die Restaurierung des Guts mit handwerklicher Arbeit ganz praktisch voranzubringen. Putz aufbringen, Säulen entrosten und streichen, die Fenster im einstigen Kuh- und Pferdestall instandsetzen, marode Holzbalken tauschen, Fachwerk ausmauern, Dach erneuern, Tischlerarbeiten am großen Renaissance-Tor durchführen, neue Tore bauen: Das sind nur einige der zahlreichen Arbeiten, die in den zwei Wochen Denkmalrettercamp auf Kramers Gut erledigt werden sollen.

„Aus dem ganzen Bundesgebiet reisen engagierte junge Menschen zum Denkmalrettercamp der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an. Hunderte Hände helfen bei der Rettung eines einzigartigen Denkmalensembles. Sie setzen das um, was unsere Gesellschaft und einen einmaligen historischen Ort weiterbringt: nachhaltige fachgerechte Denkmalpflege und die Chance zur Neubelebung“, sagt DSD-Vorstand Steffen Skudelny. 

Vor Ort zu helfen, heißt für die „Denkmalretter“ in Helmstedt auch vor Ort zu leben: in einem Zeltcamp im denkmalgeschützten Waldbad Birker Teich. Den Abschluss der zwei Wochen bildet ein Hoffest am Freitag, den 12. Juni, zu dem auch die Helmstedter willkommen sind und die Ergebnisse der zwei Wochen in Augenschein nehmen können.

Dass das Projekt umgesetzt werden kann, ist auch möglich dank der vielen Privatpersonen, die einem Aufruf der „Monumente“, das Magazin rund um Denkmalerhalt und die Stiftungsarbeit für die Förderer der DSD, gefolgt sind. So konnten über 140.000 Euro gesammelt werden. Zudem gibt es eine Förderung durch das LEADER-Programm.

In Vorbereitung des Denkmalrettercamps Anfang Juni wird vom 4. bis zum 7. Mai eine Seminarwoche auf Kramers Gut stattfinden. Hier werden 30 junge Erwachsene, darunter auch mobile Teams der Jugendbauhütten – diese fahren in ihrem Gebiet von Einsatzstelle zu Einsatzstelle – aus dem Ahrtal und aus Quedlinburg am Objekt Vorarbeiten vornehmen.

Für Fragen und Besuchswünsche können sich Medienvertreter wenden an: Laura Haverkamp, jugendbauhuetten@denkmalschutz.de, Tel. 0228/909 11 61.

Teilnehmer der Jugendbauhütte im März beim Vermessen von Türen und Fenstern auf Kramers Gut.
Einer Banner der Jugendbauhütte an Kramers Gut in Helmstedt weist auf den im Einsatz der Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ort hin.
Eins der Fluthilfecamps im Ahrtal. Die Jugendbauhütte war dort wiederholt im Einsatz. Daraus ist die Idee des Denkmalrettercamps entstanden, eines mobilen Teams, das dort unterstützt, wo Denkmale Hilfe brauchen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

Downloads

Pressemitteilung und Bilder zur freien Verwendung bei Namensnennung: Alle Medien herunterladen (ZIP)

Ansprechpartner

Dr. Ursula Schirmer

Leitung Stabsstelle Presse

Pressesprecherin

Tel. 0228 9091-402

ursula.schirmer@denkmalschutz.de

Thomas Mertz

Leitung

Pressestelle

Tel. 0228 9091-404

thomas.mertz@denkmalschutz.de

Fabian Christmann

Referent

Pressestelle

Tel. 0228 9091-407

fabian.christmann@denkmalschutz.de

Lydia Schauff

Referentin

Pressestelle

Tel. 0228 9091-408

lydia.schauff@denkmalschutz.de

Freianzeigen

WERT-voll: was uns ohne Denkmale fehlen würde

WAHR-Zeichen: Denkmale sind authentische Geschichts-Zeugnisse

Kultur-Spur: Ein Fall für den Denkmalschutz

Trendsetter Denkmal: moderner als gedacht!

Denkmalschutz ist gelebter Klimaschutz!

Weitere Pressemitteilungen