Jugendbauhütte bietet neue Einsatzmöglichkeiten in Denkmalpflege und Handwerk
Der Freiwilligendienst im Denkmalschutz in Rheinland-Pfalz wird weiter ausgebaut: Ab September 2026 beginnt eine Gruppe junger Erwachsenen ihren Freiwilligendienst in unterschiedlichsten Bereichen mit Fokus auf Restaurierung und Handwerk. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) erweitert damit ihr bundesweites Angebot an Freiwilligendiensten in der Denkmalpflege nun langfristig auch auf Rheinland-Pfalz. Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres arbeiten die Teilnehmenden in anerkannten Einsatzstellen mit, werden fachlich angeleitet und nehmen begleitend an Bildungsseminaren teil. Das Programm verbindet praktische Arbeit am Denkmal mit theoretischer Wissensvermittlung und dem Austausch untereinander. Die Jugendbauhütte soll jungen Menschen ein praxisnahes Orientierungsjahr in Denkmalpflege, Restaurierung und traditionellem Handwerk ermöglichen und zugleich einen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zum Erhalt des kulturellen Erbes leisten.
In Rheinland-Pfalz stehen den Freiwilligen Einsatzstellen mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem das Architekturinstitut in Mainz, ein mobiles Team im Ahrtal, Restaurierungsateliers im Westerwald und im Raum Koblenz, ein Zimmereibetrieb, eine Schmiede in der Pfalz, die Deutsche Burgenvereinigung auf der Marksburg sowie ein denkmalpflegerisches Projekt in Landau. Mögliche Tätigkeiten reichen von Bauwerkserfassung und wissenschaftlicher Dokumentation über Holz‑, Lehm‑, Stein‑ und Metallarbeiten bis hin zur Restaurierung von Gemälden, Skulpturen und historischen Ausstattungen. Die Einsatzstellen ermöglichen eine enge Zusammenarbeit mit Architekten, Handwerkern, Restauratoren und Wissenschaftlern und vermitteln praxisnah die Vielfalt denkmalpflegerischer Arbeitsfelder.
„Nun gibt es den beliebten Freiwilligendienst im Denkmalschutz auch in Rheinland-Pfalz“, sagt Wiebke Göbel, Leiterin der Jugendbauhütte Rheinland-Pfalz. „Für viele junge Menschen ist die Jugendbauhütte die Chance, sich ein Jahr lang auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und Denkmalpflege hautnah zu erleben.“
Bundesweit unterhält die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 16 Jugendbauhütten mit jährlich rund 350 Plätzen. Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren erlernen dort traditionelle Handwerkstechniken, wenden sie am Original an und erfahren das Besondere, Echte und Authentische mit eigenen Händen. Mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) hat die DSD einen erfahrenen Partner an ihrer Seite, der die Umsetzung im Rahmen der staatlich anerkannten Freiwilligendienste sicherstellt. Rund 80 Prozent der Teilnehmenden bleiben nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Handwerk, in der Denkmalpflege oder in der Restaurierung und beginnen häufig eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich. Einsatzstellen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes.
Weitere Informationen und Bewerbung unter www.jugendbauhuetten.de
Ansprechpartnerin für Interessenten und Einsatzstellen:
Wiebke Göbel, fsj.denkmal.rp@ijgd.de, 0155 65872376