Außerdem erläuterten der Vorstand und der Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz dem Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, dessen Bischofskirche die St. Lorenzkirche ist, die Kritik an den Planungen und dem Verfahren.
Erfreulicherweise wurde im März 2021 bekannt, dass die Planungen zurückgezogen wurden und der Einbau aus Beton, Stahl, Aluminium und Glas in der denkmalgeschützten Lorenzkirche nicht mehr verfolgt würde. Die Jury eines Wettbewerbs zur Neugestaltung des Eingangsbereichs der St. Lorenzkirche kürte im Januar 2023 den Siegerentwurf.
Unterstützt von zahlreichen Bürgern, Kunsthistorikern, Denkmalpflegern und Architekten konnte hier ein großartiger Erfolg verzeichnet werden: Anstatt des überdimensionierten Einbaus, der die Raumwirkung der gotischen Kirche nachhaltig zerstört hätte, wurde nun eine reversible und deutlich zurückhaltendere Maßnahme gefunden: Die intelligente und raffinierte Holzkonstruktion schädigt die Bausubstanz der Kirche nicht, alle historischen Wände sowie die über 400 Jahren alten spätgotischen und renaissancezeitlichen Fenster sind weiterhin sichtbar. Auch Akustik und Raumklima werden durch die neue Lösung nicht beeinträchtigt und das Gesamtbild der kunstvollen Ausstattung bleibt ungestört.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt seit 2005 die aufwendigen Instandsetzungsarbeiten in und an der Lorenzkirche, insbesondere die Restaurierung der wertvollen Fenster sowie der Joche des Langhauses.