Eine typische Weinbergkapelle an der Mosel
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Dachdeckungsarbeiten der Fierskapelle in Bernkastel-Kues mit 20.000 Euro dank zweckgebundener Spenden für Dorfkirchen in Rheinland-Pfalz. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 7. Oktober 2026 um 11.00 Uhr Erich Engelke, Ortskurator Koblenz der DSD, an Hermann Schultze für die Kirchengemeinde.
Die für die Moselregion recht typische Weinbergkapelle steht westlich hoch über dem Ort in den Weinbergen an einer Wegkreuzung. Schon der Vorgängerbau wurde im Volksmund Fierskapelle genannt, denn der kurfürstliche Hofschultheiße Andreas Fier hatte die Marienkapelle im 17. Jahrhundert errichten lassen. Fier war Mitglied der bis heute bestehenden Marianischen Bruderschaft Bernkastel-Kues.
1901 wurde die Kapelle abgebrochen, da sie zur baufälligen Ruine verkommen war. Ein Neubau wurde 1903 fertiggestellt. Die qualitätvolle Pietà im Innern wurde vom Morbacher Bildhauer Friedrich Bonnekoh 1907 geschaffen.
Der kleine Putzbau mit Narthex, also mit einer schmalen, über die ganze Breitseite reichenden Vorhalle am Haupteingang, und vieleckigem Abschluss ist von einem Schieferdach gedeckt. Ornamentale Zementfliesen grüßen am Eingang mit „SALVE“. Malereien mit Weinlaub verweisen auf den Ort, Lilien zusammen mit der erwähnten Pietà auf das Marienpatrozinium. Der offene Dachstuhl ist farbig gefasst, ihn schmückt ein Sternenhimmel.
Die Fierskapelle gehört nunmehr zu den über 360 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.