Das Ortskuratorium Bonn/Rhein-Sieg lädt zum Vortrag ein
Das Ortskuratorium Bonn/Rhein-Sieg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Donnerstag, den 24. September 2026 um 19.00 Uhr zu einem Vortrag des Kunstwissenschaftlers und Architekturhistorikers Thomas Brandt in die Volkshochschule Bonn im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1 in 53113 Bonn ein. Brandt beleuchtet die Geschichte der Gartenstadt-Bewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts einsetzte und Ausdruck der Sehnsucht von Stadtbewohnern nach Landleben und Natur war. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn statt.
In mehrfacher Hinsicht ist England im 19. Jahrhundert Beispiel für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Deutschen Reich. Viel früher verändert auf der britischen Insel der Prozess der Industrialisierung die gesamte Lebensumgebung der Menschen mit segensreichen, vor allem aber bedrohlichen und inhumanen Folgen. Es ist daher ein Engländer, der die Idee der Gartenstädte propagiert, die zur Gründung einer deutschen Gartenstadt-Gesellschaft führt, die der Öffentlichkeit Alternativen zum um sich greifenden Wohnungselend der arbeitenden Klasse in den Städten aufzeigt. Will man über deutsche Gartenstädte sprechen, so muss man deshalb in England beginnen, denn nur dort lässt sich die Idealform der Gartenstadt finden. Dort wie hier muss man sich mit der Kritik beschäftigen, die der Industrialisierung entgegengebracht wird. Nur so sind die zentralen Forderungen zu verstehen, die an die Gründung einer wahren Gartenstadt gestellt werden. Inwieweit diese auch im Deutschen Reich verwirklicht wurden, zeigt die Darstellung der beiden Gartenstädte Hellerau in Dresden und Margarethenhöhe in Essen.