16.07.2026

Die mittelalterliche Wandmalerei in St. Georg in Wachenheim

Rheinland-Pfalz
Mittelalterliche Wandmalerei in St. Georg in Wachenheim
Mittelalterliche Wandmalerei in St. Georg in Wachenheim

Freilegung und Restaurierung der Fragmente in mehreren Etappen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Restaurierungsarbeiten an der Wandmalerei in der St. Georgskirche in Wachenheim dank ihres Fonds Dorfkirchen Rheinland-Pfalz mit 10.000 Euro. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 23. Juli 2026 um 11.00 Uhr Sandra Kijok vom Ortskuratorium Kaiserslautern der DSD, an Bernhard Webersinn, den Vorsitzenden des Fördervereins Alte St. Georgskirche.

Die Wandmalerei, die einen Passionszyklus darstellt, stammt aus den 1440er Jahren und war von mehreren Putz- und Farbschichten überdeckt. Sie befindet sich nördlich des Turmgeschosses in einer Seitenkapelle auf der Südwand. Die Wandmalereien waren 1926 wiederentdeckt worden. Begleitet durch den zuständigen Diözesankonservator des Bistums Speyer verfolgt der Förderverein seit 2023 die Idee der Freilegung und Restaurierung der Malereifragmente in mehreren, jeweils von den zur Verfügung stehenden Mitteln abhängigen Etappen. Zur Ausführung kommen eine Freilegung, Konservierung und Retusche.

Bei der Simultankirche St. Georg von Wachenheim handelt es sich um eine im Kern spätgotische Chorturmkirche. Über der Vierung erhebt sich ein niedriger Turm mit einer Zwiebelhaube. 1707 wurde das Gotteshaus mit einer Mauer vor dem Chor in einen katholischen Ost- und einen protestantischen Westteil getrennt wurde. Den Chor mit Dachreiter erweiterte man 1726 um einen kleinen östlichen Altarraum. Die barocke Ausstattung des Ostteils hat sich bis heute erhalten.

Der protestantische Westteil wurde 1860/1861 durch einen neogotischen Bau ersetzt, ein weiterer Umbau und eine Erweiterung nach Westen erfolgten 1906/1907. Die neogotische Ausstattung des flach gedeckten, mit Emporen ausgestatteten protestantischen Teils hat sich erhalten. Den protestantischen Teil schließt im Osten eine Art Querhaus aus Vierung mit gewölbten Kapellen im Norden und Süden ab.

Bei der kirchlich und kulturell genutzten Wachenheimer Georgskirche, eine der wenigen erhaltenen Simultankirchen in Rheinland-Pfalz, handelt es sich um ein qualitätvolles Baudenkmal von überregionaler Bedeutung. St. Georg gehört zu den über 360 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

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St. Georg in Wachenheim

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