13.02.2026

Die Restaurierung der Nicolaikirche im 19. Jahrhundert

Niedersachsen

Das Ortskuratorium Lüneburg lädt zum Vortrag ein

Das Ortskuratorium Lüneburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Donnerstag, den 12. März 2026 um 18.30 Uhr zum Vortrag „Die Restaurierung der Nicolaikirche im 19. Jahrhundert“ von Dr. Christoph Wiesenfeldt, ehemals Superintendent in Lüneburg, in das Gemeindehaus der St. Nicolaikirche, Lüner Straße 15 in 21335 Lüneburg ein. Wiesenfeldt wirft in seinem Vortrag einen Blick zurück in eine Zeit als die Lüneburger St. Nicolaikirche, ein 600 Jahre altes Meisterwerk der Backsteingotik, in der Mitte des 19. Jahrhunderts schon einmal in großer Gefahr war. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird gebeten. 

St. Nicolai ist die kleinste von ehemals vier Hauptkirchen in der Hansestadt Lüneburg. Die Kirche ist eine dreischiffige Backstein-Basilika mit Seitenkapellen und Emporen. Das Mittelschiff erreicht eine Höhe von 28,5 Metern. Mit dem Bau des Gotteshauses wurde ab dem Jahr 1406 begonnen. Bauschäden, Mängel im Fundament und ein Blitzschlag im Jahr 1811 in den Turm führten 1830 zum Beschluss, die Kirche abzureißen. Der damalige Oberküster Klingemann mobilisierte die Bürger dagegen. Ihm ist es zu verdanken, dass man einen Bauverein zur Erhaltung der Kirche gründete. In der Folge lieferte der berühmte Kirchenbaumeister Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) aus Hannover die Pläne zur Reparatur des Kirchenschiffs und zur Errichtung eines neuen Turms. Damit „rettete“ er nicht nur die Kirche, sondern brachte auch ihre Architektur wieder zum Vorschein. Auch heute ist die Kirche in Gefahr. Durch Risse im Sternengewölbe muss das Gotteshaus vorübergehend geschlossen bleiben, weil herabfallende Gewölbebruchstücke nicht ausgeschlossen werden können. Gespannte Netze unter der Gewölbedecke des Kirchenraums sollen zunächst Schutz bieten. Ein weiterer Schritt wird die umfassende Sanierung der ganzen Kirche sein.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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