16.07.2024

Dreifaltigkeitskirche in Wiebelskirchen

Saarland

Ein üppiges Gesamtbild im Inneren

An den Restaurierungsarbeiten in der Dreifaltigkeitskirche in Wiebelskirchen – konkret der Restaurierung des Seitenportals und des Windfangs auf der Nordseite sowie des rechten Portals auf der Westseite – beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale mit 20.000 Euro. Den zugehörigen symbolischen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 19. Juli 2024 um 10.00 Uhr Professor Markus Otto, Ortskurator Saarbrücken der DSD, im Beisein von SaarToto-Geschäftsführer Stefan Pauluhn an Pfarrer Markus Krastl. Das Gotteshaus gehört zu den über 70 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein im Saarland fördern konnte.

Das 765 erstmals erwähnte Wiebelskirchen ist seit der Eingemeindung 1974 ein Stadtteil von Neunkirchen. Die Stadt an der Blies liegt nordöstlich von Saarbrücken und ist nach der Landeshauptstadt die zweitgrößte Stadt im Saarland. Der 1888 gegründete Kirchbauverein konnte 1897 einen Bauplatz erwerben. Mit den ab 1913 konkreter werdenden Planungen für den Kirchenneubau wurden die Trierer Architekten Peter Marx und Peter Gracher betraut. Am 30. Mai 1915 wurde der Grundstein gelegt, die Weihe fand am 4. Juni 1916 statt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde der Altar vollendet und eine Kanzel angebracht. Eine Orgel erhielt die Kirche 1930.

Zum Objekt:

Die innen wie außen überaus prächtige Kirche zeigt eine Stilsynthese aus Neubarock und Neuklassizismus. Die 1.500 Gläubige fassende dreischiffige Pfeilerbasilika hat eine hohe Einturmfassade mit barocker Kupferhaube, ein ausladendes Querschiff und einen eingezogenen Chor mit Chorumgang.

Das weit gespannte Mittelschiff ist von Gewölben in Stahlbeton überfangen, die große Spannweite machte eine stählerne Dachkonstruktion nötig. Damit war der Bau zur Erbauungszeit auf dem neuesten Stand der Technik. Besonders beeindruckend ist die fast vollständige volkstümliche Ausmalung des Inneren mit großen szenischen Darstellungen von Bibel- und Kirchengeschichten durch den als "Malerpfarrer" und "Eifelmaler" bekannten Christoph März von 1923 bis 1929. Auch die weitere Ausstattung – Hochaltar und Kanzel, Kronleuchter und Portale – trägt zum üppigen Gesamtbild des Inneren bei.

Dreifaltigkeitskirche in Wiebelskirchen * Foto: Hans-Leo Schulz, Wiebelskirchen
Dreifaltigkeitskirche in Wiebelskirchen * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Kruth-Luft

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.
Dreifaltigkeitskirche in Wiebelskirchen * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Kruth-Luft

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.

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