Als Licht- und Lesehäuschen mit einer Freihand-Bibliothek einen Ort der Begegnung schaffen
Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung des Tunnelhäuschens in Stendal fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Restaurierung der Fenster mit 10.000 Euro. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort an der Ostseite des Bahnhofvorplatzes am Mittwoch, den 13. Mai 2026 um 10.30 Uhr Bärbel Hornemann, Ortskuratorin Stendal der DSD, im Beisein von Melanie Mätzel von Lotto Sachsen-Anhalt an Dipl.-Ing. Andreas Möhlmann, den ersten Vorsitzender des Vereins Tunnelhäuschen Stendal e.V. Die Fachwerkkonstruktion aus dem Jahr 1912 hat ein mit Biberschwanz-Ziegeln gedecktes Walmdach. Das Denkmal zeichnet sich durch seine besonders kunstvoll gestalteten Fenster aus.
Das Baudenkmal bildet städtebaulich den östlichen Abschluss des Bahnhofsvorplatzes. Seit der Errichtung im Jahr 1912 gehört das Häuschen zum Stadtbild und ist sowohl als Einzeldenkmal als auch als städtebaulicher Bestandteil des Gesamtensembles Bahnhofsvorplatz von Bedeutung. Das Häuschen war der stadtseitige Eingang zum Fußgängertunnel, der den Stadtteil Röxe mit der Kernstadt verband. Als der Tunnel 2021/2022 zugeschüttet wurde, sollte das Schachthäuschen abgerissen werden. Dies verhinderte eine Bürgerinitiative.
Der im Jahr 2023 gegründete Tunnelhäuschen Verein e.V. hat das Ziel, das Häuschen wieder denkmalgerecht zu sanieren, um dort als Licht- und Lesehäuschen mit einer Freihand-Bibliothek einen Ort der Begegnung zu schaffen als Ort der offenen Kommunikation und Präsentation.
Das Tunnelhäuschen in Stendal gehört nunmehr zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.
Für Pressevertreter:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.