20.01.2015

DSD fördert die Peldemühle in Wittmund

Peldemuehle in Wittmund © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Constanze Falke <br /><br /><br />

Das Unwetter war schneller

An der aufgrund starker Regenfälle notwendigen Sanierung und Ergänzung der Galerie und Galerieunterkonstruktion der Peldemühle in Wittmund beteiligt sich mit 22.000 Euro auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Den dazugehörenden symbolischen Fördervertrag überbringt am Freitag, den 23. Januar 2015 um 15.30 Uhr vor Ort Micaela Schweers-Sander, Ortskuratorin Wilhelmshaven der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Ulla Ihnen, Vorstandsvorsitzende der Johann und Helene Ihnen Stiftung.

Der Galerieholländer in Wittmund wurde 1741 errichtet und gehört zu den ältesten Galerieholländermühlen in Niedersachsen. Ihr Erbauer, der Müller Poppe Emken, erhielt wahrscheinlich als erster eine Konzession für eine private Mühlenbewirtschaftung. Zuvor waren Mühlen ausschließlich in herr­schaftlichem Besitz. Die Konzession beschränkte sich auf die Graupenher­stellung, woher das Denkmal den Namen Peldemühle behalten hat. Anfang der 1930er Jahre wurde der Pelde- gegen einen Elektromahlgang ausge­tauscht. Die Technik umfasst zwei Schrotgänge und den Sackaufzug. Die Gänge im Mühlengetriebe sind noch vorhanden.

Der achtkantige Rumpf der Mühle ist mit grauer, die Kappe mit grüner Dach­pappe abgedichtet. Vier kleine Sprossenfenster belichten den Innenraum. An den Achtkant im Erdgeschoss schließt ein einfaches flach gedecktes Back­steingebäude an, das zusammen mit der Mühle als Museum genutzt wird. Zuletzt wurde das Gebäude in den 1980er und 1990er Jahren restauriert.

Im Zuge einer jetzt notwendigen Gesamtinstandsetzung des Bauwerks, die im vergangenen Frühjahr begann, ereilte die Mühle ein schweres Unglück. Durch die starken Unwetter Anfang Juli 2014 wurde die Galerie der Mühle schwer beschädigt. Der Belag auf der Galeriefläche, der restauriert werden sollte, konnte dem Wasser nicht standhalten. Die Galerie brach ein. Die Statik der hölzernen Konstruktion war nicht mehr sicher. Da die dadurch erzwungenen Mehrkosten für den Bauherren nicht finanzierbar sind, springt hier die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein, um die Gefährdung der Gesamtmaßnahme abzuwenden.

Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung des Denkmals wird übrigens auch das Heimatmuseum neu konzipiert. Die Peldemühle, die heute mit Windrose statt des ursprünglichen Steerts bewegt und mit Jalousieflügeln angetrieben wird und im kommenden Jahr ihr 275-jähriges Bestehen feiert, gehört zu den über 310 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

Downloads

Pressemitteilung und Bilder zur freien Verwendung bei Namensnennung: Alle Medien herunterladen (ZIP)

Ansprechpartner

Dr. Ursula Schirmer

Leitung Stabsstelle Presse

Pressesprecherin

Tel. 0228 9091-402

ursula.schirmer@denkmalschutz.de

Thomas Mertz

Leitung

Pressestelle

Tel. 0228 9091-404

thomas.mertz@denkmalschutz.de

Fabian Christmann

Referent

Pressestelle

Tel. 0228 9091-407

fabian.christmann@denkmalschutz.de

Lydia Schauff

Referentin

Pressestelle

Tel. 0228 9091-408

lydia.schauff@denkmalschutz.de

Freianzeigen

Weitere Pressemitteilungen