17.02.2025

DSD fördert die Zionskirche in Berlin-Mitte auch in diesem Jahr

Berlin

Herausragende Raumschöpfung des historistischen Kirchenbaues

Dank zahlreicher zweckgebundener Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) einen Fördervertrag über 50.000 Euro für die restauratorische Instandsetzung der Innenstützen unterhalb der Emporen und für die Restaurierung der Kanzel in der Zionskirche in Berlin-Mitte zur Verfügung stellen. Das Gotteshaus gehört zu den über 240 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Berlin fördern konnte. Die DSD beteiligte sich seit 1991 an verschiedenen Renovierungsmaßnahmen mit insgesamt über einer Million Euro.

Die Berliner Zionskirche wurde 1850 anlässlich der Rettung König Friedrich Wilhelms IV. vor einem Attentat als Votivkirche gestiftet und in den Jahren 1866 bis 1873 erbaut. Die kreuzförmige Emporenkirche erinnert mit ihren farbig gestreiften Backsteinflächen an die lombardische Spätromanik. Ein mächtiger Glockenturm überragt den Bau. Lediglich am Turm und am Tympanon des Hauptportals ist der geplante reiche Figurenschmuck zur Ausführung gekommen.

Zum Objekt

Im Inneren bestimmen eine schmale umlaufende Empore sowie ein kuppelartiges Gewölbe, aber auch die umlaufenden Emporen und das Sterngewölbe der Vierung den Raumeindruck. Die Predigtkanzel aus Terrakotta und die Kirchenbänke sind aus der Erbauungszeit erhalten. Die ursprünglich bemalten Wände sind heute übertüncht. Das von Orth für den Innenraum der Zionskirche entworfene System der gangartigen Seitenschiffe in Verbindung mit den umlaufenden Emporen war von entscheidender Bedeutung für den künftigen protestantischen Kirchenbau.

Die Zionskirche ist ein wichtiges Bindeglied in der Entwicklung des modernen protestantischen Kirchenbaues in Preußen. August Orths Anliegen war es, die im Eisenacher Regulativ formulierten baulichen Vorgaben zur protestantischen Liturgie mit mittelalterlichen Raumformen zu verbinden und in eine moderne Architektursprache zu übersetzen. Die Bauausführung in Schinkelnachfolge und Rundbogenstil dokumentiert den Zeitgeschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Nach der architektonischen und städtebaulichen Bedeutung der Zionskirche als Berliner Großkirche ist die für Berlin herausragende Raumschöpfung des historistischen Kirchenbaues hervorzuheben. 

Zionskirche in Berlin-Mitte * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.
Zionskirche in Berlin-Mitte * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Zionskirche in Berlin-Mitte * Foto: Joachim Liebe

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