Grablegungsszene aus dem Jahr 1524 wird restauriert
Für die Restaurierung und Neuaufstellung der Grablegungsgruppe der Kirche Maria Himmelfahrt in Andernach stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 10.000 Euro zur Verfügung. Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, auch Liebfrauenkirche genannt, befindet sich am westlichen Rand der Andernacher Altstadt. Sie wurde vermutlich um 1200 über den Resten eines Vorgängerbaus errichtet. Auch die Westtürme dürften aus dem 13. Jahrhundert stammen. Nur wenige Umbauten fanden statt, einige im 18., weitere im 19. Jahrhundert, so dass sich das spätromanische Erscheinungsbild bis heute im Wesentlichen erhalten hat.
Die querhauslose dreischiffige, gewölbte Emporenbasilika charakterisieren drei Doppeljoche im gebundenen System, zwei östliche Türme und ein mächtiger Westbau mit zwei hoch aufragenden Türmen. Der beeindruckende Westbau und der außerordentlich reiche Bauschmuck der Liebfrauenkirche ist von einer hohen künstlerischen Qualität. Gemeinsam mit der Burg und dem runden Turm prägen ihre beiden hoch aufragenden Westtürme das Andernacher Stadtbild.
Die Grablegungsszene stammt aus dem Jahr 1524. Es handelt sich um eine außerordentlich detailgerechte und ergreifende Arbeit, die sich im Besonderen von anderen gotischen Grablegungsgruppen aus der Gotik im Rheinland deutlich absetzt. Aufgrund von fortgeschrittenen Feuchtigkeitsschäden in Verbindung mit aufsteigenden Salzen sind Teilbereiche der Gruppe bereits deutlich geschädigt. Die kunstgeschichtlich bedeutende Skulpturengruppe ist als Forschungsobjekt von Relevanz und soll auch deshalb vor weiteren Schädigungen bewahrt werden.
Maria Himmelfahrt gehört zu den über 360 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.