Die historischen Fenster wurden wieder entdeckt und werden aufgearbeitet und eingesetzt
Für denkmalpflegerische Arbeiten an Fachwerk und Fenstern des Fachhallenhauses in der Elbstraße in Rassau stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der GlücksSpirale 50.000 Euro bereit. Das kleine zum Amt Neuhaus gehörende Dorf Rassau befindet sich im Wendland nördlich von Lüchow und Dannenberg. Das stattliche Bauerhaus steht direkt an der Elbe im ehemaligen Sperrgebiet der deutschen Teilung auf einer Wurt inmitten der landwirtschaftlich geprägten Landschaft.
Der Bau wurde inschriftlich belegt 1798 errichtet. Ebenfalls inschriftlich dokumentiert ist eine durchgreifende Reparatur und Modernisierung des Wohnteils 1930. Seit 1994 steht das Haus unter Denkmalschutz.
Bei dem Fachhallenhaus handelt sich um einen freistehenden Zweiständerbau. Das Fachwerk weist Backsteinausfachungen auf. Ein Halbwalmdach mit Zementrautenplatten bedeckt den Bau. Am hervorragenden Wirtschaftsgiebel gibt es in den oberen Ausfachungen ornamental gestaltete Lüftungslöcher. Die historischen Fenster, in der Vergangenheit durch Kunststofffenster ersetzt, wurden im Wirtschaftsteil wieder entdeckt und sollen nun aufgearbeitet und wieder eingesetzt werden. Im Innern haben sich Türen, Lambrien und ein Kachelofen erhalten.
Das Fachhallenhaus in Rassau gehört zu den über 580 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Niedersachsen fördern konnte.