Innerhalb und außerhalb Westfalens einzigartig
Für die Bergung, Reparatur und Wiedermontage der ältesten Glocke in der Kirche in Elsoff bei Bad Berleburg stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung.
Die erste Erwähnung der ehemals dem Apostel Andreas geweihten Kirche in Elsoff fällt in das Jahr 1059. Die heutige Kirche stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert. Bei der Kirche handelt es sich um einen schlicht verputzten Bruchsteinbau mit Rundbogenfenstern und Stützpfeilern an der Nordseite. Der Westturm aus dem Jahr 1869 trägt drei erhaltene Glocken aus dem Spätmittelalter aus den Jahren 1442 und 1526. Bis zur Fertigstellung des Turmes hingen die Glocken in einem freistehenden Glockenstuhl nahe der Kirche.
Bei der beantragten Maßnahme geht es um die Sanierung der ältesten von drei Glocken, die mit einer langen Minuskelinschrift versehen ist. Die Inschrift gibt nicht nur Angaben zur Herstellung und Geschichte der Glocke, sondern auch zur Geschichte der Kirche wieder. Als Teil des komplett erhaltenen mittelalterlichen Geläuts besitzt insbesondere die große Glocke durch ihre in Inhalt und Textlänge, abgewickelt etwa 6 Meter langen, einzigartigen Inschrift überregionale Bedeutung. Die Glocke ist innerhalb und auch außerhalb Westfalens einzigartig.
Die Glocke der Kirche in Elsoff gehört zu den über 900 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.