13.09.2016

DSD fördert nach sieben Jahren wieder das Johannis-Kloster in Schleswig

Schleswig-Holstein
St. Johannis-Kloster in Schleswig © Marie-Luise Preiss/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Einsturzgefährdete Klostermauer

Am Donnerstag, den 15. September 2016 um 10.00 Uhr überbringt Lutz-Uwe Gloeckner, Ortskurator Schleswig der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro für die Restaurierung der historischen Klostermauer des St. Johannis-Klosters in Schleswig an Konstantin Henkel, den Vorsitzenden des Freundeskreises St. Johannis-Kloster vor Schleswig e.V. Die DSD stellte bereits 2009 für die Innenrestaurierung des Remters 15.000 Euro zur Verfügung.

Das St. Johannis-Kloster, ursprünglich ein Benediktinerinnenkloster, war nach der Reformation ein Damenstift. Der Klosterkomplex liegt in stiller Abgeschiedenheit östlich der Fischervorstadt Holm auf einer kleinen Anhöhe dicht an der Schlei. Die in wesentlichen Zügen erhaltene schlichte Anlage des Mittelalters mit der Kirche und der südlich anschließenden ehemaligen Klausur hat sich im 18. Jahrhundert durch ergänzende Bauten zu einem malerischen Ensemble in parkartiger Umgebung entwickelt.

Die Klostermauer ist dringend sanierungsbedürftig. Sie musste bereits zur Straße hin mit einem Zaun gesichert werden, da ihre Standfestigkeit stark gefährdet ist. In der Substanz geht sie teilweise bis in das Spätmittelalter zurück. Der baufällige Zustand der Mauer beeinträchtigt die Außenwahrnehmung des Klosters erheblich. Die geplante Baumaßnahme beinhaltet die Sanierung, Restaurierung und Konservierung der historischen Klostermauer im Bereich des Friedhofs an der Nordseite der Klosterkirche. Sie sieht den maximalen Erhalt der historischen Bausubstanz vor.

Zur Sicherung des genannten Abschnittes sieht das Konzept des Architekturbüros eine sogenannte Korsettkonstruktion vor, also eine beidseitig durch Schaltafeln, Holzbalken und Gewindestangen erstellte Konstruktion, die mit Spreizen als Widerlager in die Böschung greifen.

Das St. Johannis-Kloster ist eines von über 170 Objekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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