11.03.2016

DSD fördert St. Marien in Ingersleben

Thüringen
St. Marien in Ingersleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Wenn nur die Mauern erzählen könnten…

Dank einer zweckgebundenen Spende stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr 25.000 Euro für die Restaurierung der Fassaden, konkret des Westgiebels und der westlichen Südseite, der St. Marienkirche im Stadtteil Ingersleben von Nesse-Apfelstädt zur Verfügung. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt symbolisch Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Sonntag, den 13. März 2016 während des Gottesdienstes um 14.00 Uhr an die Kirchenälteste Doris Kulka im Beisein von Superintendent Friedemann Witting.

Die im Kern romanische Wehrkirche entstand um 1100 und ist in die befestigte Wasserburganlage des benachbarten Rittergutes integriert. Heute ist St. Marien eine Saalkirche mit dreiseitigem Chorschluss und vorgelagertem Südturm. An der Südseite haben sich romanische Rundbogenfenster und ein Tympanon erhalten. Außerdem sind an der Treppe der Südseite barocke Epitaphien angebracht.

Von 1383 bis 1398 erweiterte man den Chor. Aus dieser Zeit haben sich die dortigen Lanzettfenster erhalten. Der tonnengewölbte, quadratische Turm entstand einer Inschrift nach im Jahr 1552, der Baumeister hieß Hopf.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff umgebaut. Heute überspannt eine verputzte Holztonne den von den zweigeschossigen Emporen und Logeneinbauten dieser Zeit geprägten Innenraum.

Aus dem 19. Jahrhundert stammt das Deckengemälde, das ein Kruzifix und die Auferstehung darstellt. Die Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane ist zwei Jahrhunderte älter. Der Kanzelaltar wurde 1771 angefertigt und besitzt einen hohen Portikusaufbau aus Säulen auf geschwungenen Postamenten und seitlich angeordneten, gesprengten Giebeln.

Die Orgel stammt von dem Wanderslebener Orgelbauer Johann Stephan Schmaltz aus der Zeit um 1770, sie wurde um 1884 umgebaut. Die drei Glocken im Turm wurden 1696, 1753 und 1955 gegossen.

Die St. Marienkirche, die besondere städtebauliche, architektonische und kunsthistorische Bedeutung besitzt, gehört nunmehr zu den über 440 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.  

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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