Typische Fachwerk-/Bruchsteinbauten vermutlich aus dem 17. Jahrhundert
Für die Instandsetzung von Dach und Tragwerk der Wohnhäuser Scharrenstraße 11/12 in Zeitz stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale einen Fördervertrag in Höhe von 55.100 Euro zur Verfügung. Die beiden kleinen Wohnhäuser im Altstadtbereich sind typische Fachwerk-/Bruchsteinbauten, die vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammen. Im Obergeschoss haben sich eine getäfelte Holzbalkendecke erhalten, deren Täfelung als Fischgrätmuster gehalten ist.
Die Scharrenstraße befindet sich in dem Altstadtbereich von Zeitz, der als "Wiege" der Stadt gilt. Sie ist eine der Achsen, die die Innenstadt mit der Moritzburg verbindet. Hier waren Handel und Handwerk angesiedelt, worauf der Begriff "Scharren", also Fleischbänke, hinweist. Die frühere dichte Bebauung wurde bereits vor und dann endgültig nach 1990 großflächig abgerissen. Das Gebäude zählt zu einem der letzten drei verbliebenen Gebäude dieser Art in der Scharrenstraße.
Zum Objekt
Die zweigeschossigen, verputzten Bruchstein-/Fachwerkbauten mit hohem Satteldach erfuhren in den vergangenen beiden Jahrhunderten bereits Ausbesserungen mit Ziegelmauerwerk. Doch die Dachhaut besteht seit rund 20 Jahren aus einem Bitumen-Notdach, das mittlerweile porös ist und dringend erneuert werden muss. Zudem sind die Fassaden sowohl vorne als auch hinten durch Auswaschungen und Schäden des dahinter liegenden hölzernen Tragwerks geschädigt, das ebenfalls innen dringend instandgesetzt werden muss.
Die Häuser in der Scharrenstraße gehören nunmehr zu den über 680 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.