Ausmalung wird weiter gerettet
Seit 2007 unterstützt die treuhänderische Margarethe Bierlein-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Wandmalereien der St. Marienkirche in Bergen. Auch in diesem Jahr stellt sie weitere Mittel für die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an den Wandmalereien bereit. Konkret stehen Arbeiten an der Fassung im Sockelbereich des Querhauses und des Chorraumes, den Wand- und Gewölbeflächen in den drei nördlichen Seitenkapellen und den Wand- und Gewölbeflächen am vorderen südlichen Seitenschiffjoch an. Dafür stehen 99.000 Euro bereit. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt Joachim von Marschall, Ortskurator Rügen der DSD, an Tino Mehner, den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates bei einem Pressetermin am Montag, den 13. Juli 2026 um 16.00 Uhr.
Der Bau der Marienkirche begann Ende des 12. Jahrhunderts. Das Gotteshaus wurde 1193 zur Kirche eines Benediktinerinnenklosters bestimmt, das um 1250 die Zisterzienserregeln annahm. Anfang des 14. Jahrhunderts führten Arbeiten am Kirchenbau letztlich zum Umbau in eine Kirchenhalle. Der Westquerbau erhielt seinen Mittelturm und die Hauptapsis einen mehreckigen Abschluss mit dreigeteilten Spitzbogenfenstern.
In Chor und Querschiff sind die einzigen Beispiele einer romanischen Ganzausmalung nach einheitlichem Programm in Norddeutschland erhalten. Über einer umlaufenden Ornamentzone im Chor finden sich als Hauptbilder an der Nordwand das „Paradies“, an der Südwand das „Fegefeuer und die Hölle“, darüber Szenen des Weltgerichtes und zwei Streifen mit Figuren aus dem Neuen Testament sowie Heiligengestalten. Die im 19. Jahrhundert freigelegten Malereien sind teilweise stark restauriert und ergänzt worden.
Aufgrund jahrelang bestehender Feuchteprobleme im Kirchenraum sind die mittelalterlichen Ausmalungen im Bereich des Chores und der Querhäuser in ihrer Substanz gefährdet. Die kräftige Farbigkeit etwa war nur noch geschwächt nachvollziehbar. So musste zunächst das Klima stabilisiert werden, um die Malereien dauerhaft zu sichern, was schrittweise erfolgt.
Die St. Marienkirche gehört seit 1993 zu den über 660 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.
Die Margarethe Bierlein-Stiftung ist eine von über 270 Stiftungen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz treuhänderisch unter ihr Dach aufgenommen hat. Die auf Dauer angelegte Unterstützung der Treuhandstiftungen hat sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt, das nicht mehr aus der deutschen Denkmallandschaft wegzudenken ist.
Spenden und Zustiftungen sind in jeder Höhe möglich:
DSD Margarethe Bierlein-Stiftung
IBAN: DE91 3708 0040 0263 6736 03
Weitere Informationen: margarethe-bierlein-stiftung.de
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Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.