Bild des Andres von Wolframsdorf zeigt lebende und tote Gemahlinnen, Söhne und Töchter
Aus den Erträgen von Stifterdarlehen kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 13.000 Euro für die Restaurierung des Epitaphs mit dem Stiftergemälde des Andres von Wolframsdorf zur Verfügung stellen.
Das große Stiftergemälde auf Holz entstand um 1550 und war vermutlich Teil eines größeren Epitaphs, dessen Rahmung nicht mehr erhalten ist.Das aus sechs miteinander verbundenen Brettern bestehende Tafelbild ist dem Umfeld der Cranachwerkstatt zuzuordnen. Es ist heute beidseitig beschnitten. Es zeigt die Patronatsfamilie des Andres von Wolframsdorf mit zahlreichen zum Entstehungszeitpunkt lebenden und toten Gemahlinnen, Söhnen und Töchtern. Die Familie kniet vor einer Phantasiestadtsilhouette sowie den für die Werkstatt bzw. deren Umkreis charakteristischen Darstellungen der Grablegung und der Auferstehung Christi.
Die spätgotische Saalkirche im vogtländischen Neumark wurde 1498 errichtet. Der Chor besitzt ein Sternrippengewölbe über Wanddiensten mit Konsolen. Nach einem Brand im Jahre 1633 wurde die Kirche bis 1665 wiederhergestellt und 1869 letztmalig umfassend erneuert. Der schlichte Saal mit Empore ist flach gedeckt. Die Ausstattung der Kirche besteht aus einer schlichten Mensa, Kanzel und Taufe in den Formen der Neugotik, Schnitzfiguren des ehemaligen barocken Altars, einem lebensgroßen Holzkruzifix von Peter Breuer und einem Glasgemälde von Hans Hesse aus Zwickau, beide von 1498 sowie großen Chorfenstern von Bruno Urban aus Dresden aus dem Jahr 1898.
Die Kirche in Neumark gehört nunmehr zu den jetzt über 880 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen fördern konnte.