18.08.2022

Ehemalige Rotaprint-Fabrik Berlin

Berlin

Denkmalpreiswürdige Renovierung

Haus 24 nennt man den Büroriegel der ehemaligen Rotaprint-Fabrik in Berlin-Mitte. Für die Instandsetzung der dortigen Fensteranlagen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 35.000 Euro zur Verfügung. Das denkmalgeschützte Gebäude der einstigen Fabrik gehört somit zu den über 200 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Berlin fördern konnte.

Auf dem heute ExRotaprint genannten Fabrikgelände hat der Architekt Klaus Kirsten zwischen 1955 und 1959 fünf Gebäudeteile mit hohem architekturgeschichtlichem und künstlerischem Wert gebaut, die als Ergänzungsbauten eine Symbiose mit den sechs Gewerbebauten eingehen, die bereits um 1904 entstanden sind. Das gesamte Ensemble mit diesen Werkstätten- und Verwaltungsgebäuden steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Zwischen 2010 und 2015 wurden die Gebäude links und rechts der Einfahrt und im Hofinneren saniert, zwischen 2016 und 2019 die beiden das Gelände nach Nordosten und Südwesten flankierenden Betontürme denkmalgerecht wiederhergestellt. Die ExRotaprint gGmbH stellt das Denkmalensemble lokalen Gewerbebetrieben, Sozialeinrichtungen und Kunstschaffenden zur Verfügung. Sie erhielt für die Sanierung und Entwicklung des Standortes die Ferdinand-von-Quast-Medaille für Denkmalpflege des Berliner Senats.

Zum Objekt

Das Bürogebäude mit Rasterfassade errichtete Kirsten 1957/1958. Ihm sind eine eingeschossige Montagehalle und ein zweigeschossiges Treppenhaus vorgelagert. Die Bürohausfront ist in dreiundzwanzig Fensterreihen gegliedert, die vertikale, in die Deckenebenen einbetonierte Betonfertigteilelemente strukturieren. Raumhohe Fassaden- und Fensterelemente aus Stahlwalzprofilen mit zeitgemäßen Brüstungsausfachungen aus Eternit mit einem Holzfaser-Kern, Öffnungsflügeln und Oberlichtern bilden die Fassade. Die Fenster sind mittelachsig gelagert und haben Drehscharniere aus Messing, die Oberlichter sind als Kippflügel ausgebildet mit aufgesetztem Gestängeantrieb.

Das Gebäude grenzt rückwärtig an die Brandwand eines der älteren Bestandsgebäude. Alt- und Neubau sind auf jeder Etage mit Durchbrüchen verbunden. Die Erschließung erfolgt über einen Mittelflur und das Bestandstrep­penhaus. Dem Raster der Fassade entsprechend wurden mit Leichtbauwänden Räume mit einer Breite von drei, sechs oder neun Fensterachsen hergestellt. Der Bau wurde in Stahlbeton ausgeführt, Seiten und Flachdach sind aus Schalungsbeton. Die Fassadenflächen von Haus 24 zeigen einen schalungsrauen Beton.

Ehemalige Rotaprint-Fabrik Berlin * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.
Ehemalige Rotaprint-Fabrik Berlin * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.

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