Aus der Zeit des sich entwickelnden Schmiedeviertels
Für die Zimmerarbeiten im Rahmen der Gesamtsanierung des Wohnhauses in der Roßbrunnengasse 10 in Dinkelsbühl überbringt Manfred Kiesel, Ortskurator Dinkelsbühl der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 18. Juli 2025 um 14.00 Uhr im Beisein von Friedrich Müller von Lotto Bayern an Denkmaleigentümer Maximilian Mattausch einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 40.000 Euro. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Das vermutlich als Schmiede gebaute Wohnhaus gehört somit zu den über 640 Denkmalen, die die private DSD, die dieses Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
Das Haus Roßbrunnengasse 10 in Dinkelsbühl ist aufgrund seines erhaltenen stehenden Dachstuhls, der auf das Jahr 1366 datiert wurde, eine absolute Besonderheit. Neben dem Dachstuhl ist auch die Decke eines Raums im Erdgeschoss sowie ein Teil des Fachwerks in der Außenmauer im ersten Obergeschoss original erhalten. Somit dürfte das Haus zu den ältesten, im Kern noch erhaltenen Häusern der Dinkelsbühler Altstadt gehören.
Zum Objekt:
Aufgrund seiner Entstehung um 1366 besaß das Haus eine direkte Blickbeziehung zum alten "inneren" Mauerring in seiner Gänze. Das Haus dürfte also um den Beginn des sich um die Zeit entwickelnden Schmiedeviertels – auch Rothenburger Viertel genannt – errichtet worden sein. Die Bebauung außerhalb des alten Mauerrings an dieser Stelle der Stadt hat letztlich dazu geführt, dass die Stadtmauer ab den 1370er Jahren erweitert wurde.
FÜR PRESSEVERTRETER:
Diese Pressemeldung gilt als Einladung zum Termin. Wir bitten Sie, die Sperrfrist zu beachten: Terminbeginn