13.06.2024

Ein neuer Blick auf die Stalinallee

Berlin
Das Kino International in der Karl-Marx-Allee zählt zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz * Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Deutsche Stiftung Denkmalschutz  fördert neue Ausstellung im Café Sybille

Einen neuen Blick auf die Bauten der Stalinallee/Karl-Marx-Allee und die Bauten der Interbau 1957 im Hansaviertel ermöglicht die heute, am 13. Juni 2024 um 18.00 Uhr eröffnete neue Ausstellung „Ost West Ost. Entwürfe für die Stadt von morgen“ im Café Sybille in der Karl-Marx-Allee 72, Berlin.

Im Zusammenhang mit der Bewerbung der beiden wichtigen Wiederaufbauprojekte der zum Zeitpunkt ihrer Planung noch nicht geteilten Stadt Berlin für die UNESCO Liste des Weltkulturerbes entstand die Idee zu einer Neugestaltung der bisherigen Ausstellung zur Stalinallee. Das Projekt von Achim Bahr und Carsten Bauer vom Verein STALINBAUTEN zeigt einen neuen spannenden Blick auf die beiden ersten Bauabschnitte der Karl-Marx-Allee und der Interbau. Die einst rivalisierenden Konzeptionen von Städtebau und Weltanschauung in zwei politischen Systemen bewerben sich heute gerade mit dieser Unterschiedlichkeit um die Anerkennung als Erbe der Menschheit.

Mit der Unterstützung der privaten Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und in Zusammenarbeit mit Bildungspartnern vor Ort ist ein wichtiger Impuls zur Neubetrachtung der Nachkriegsmoderne im Berliner Osten und Westen entstanden. Die DSD setzt sich für eine fachkundige Erforschung und die Erhaltung der Zeitzeugen der Nachkriegsmoderne in Ost und West ein. Auch das Kino International zählt zu den von ihr geförderten Denkmalen.

Vor der Eröffnung bietet der Verein STALINBAUTEN einen Alleespaziergang an. Treffpunkt ist um 16:00 Uhr am südwestlichen Ausgang der U-Bahnstation »Weberwiese« (U5) bei Block D-Süd, Karl-Marx-Allee 100. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich, Änderungen bleiben vorbehalten – rechtzeitiges Eintreffen zur Ausstellungseröffnung mit Dr. Christoph Rauhut, Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin, Oliver Nöll, Stellvertretender Bezirksbürgermeister Friedrichshain-Kreuzberg, Angelika Zachau, Geschäftsführerin puk a malta gGmbH und Achim Bahr, Vorsitzender STALIN­BAUTEN e.V. ist zugesagt!

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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