Feierlicher Gottesdienst und Festprogramm
Am Sonntag, den 28. September 2025, lädt die Kirchengemeinde der Karolinenkirche in Großkarolinenfeld zum Einweihungsgottesdient ein. Der Festtag beginnt um 9.45 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Kirchplatz. Die Festpredigt hält Regionalbischof Thomas Prieto Peral. Im Anschluss sind alle zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Am Nachmittag folgt ein vielfältiges Programm, auch eine Kirchenführung ist vorgesehen. Den feierlichen Abschluss bildet eine ökumenische Andacht um 17.00 Uhr.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte für die Dachinstandsetzung der Karolinenkirche 30.000 Euro zur Verfügung. Das Gotteshaus, die erste evangelische Kirche in Oberbayern, gehört zu den über 590 Objekten, die die DSD dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
Zum Objekt:
Die Karolinenkirche ist eine klassizistische Predigtkirche mit Südturm. Sie trägt den Namen der evangelischen Königin Caroline, der zweiten Gemahlin von König Max I. Joseph. Sie schenkte der Kirche 1824 die Orgel, die von Quirin Weber 1738 als Chororgel für die Klosterkirche Tegernsee gebaut worden war. Sie hatte acht Register auf einem Manual und Pedal. Mit Ausnahme der Manualklaviatur, des Registers und der Balganlage ist das Instrument noch original erhalten.
Die Saalkirche wurde 1822 errichtet. Nach der Besiedlung Großkarolinenfelds durch Pfälzer Einwanderer fanden die Gottesdienste zunächst im benachbarten kurz zuvor erbauten Pfarr- und Schulhaus statt. Der Außenbau blieb bis 1839 unverputzt und auch der die Kirche prägende dreifarbige Fliesenboden wurde erst 1889 verlegt. 1852 wurden die ursprünglich halbkreisförmigen Obergadenfenster verlängert, die der Kirche ihre heutige, lichtdurchflutete Erscheinung geben. 1908 wurde an der Südseite ein Turm angefügt, der die Stilmerkmale der Kirche aufnimmt. Der heutige Taufstein stammt aus dem Jahr 1950. Gestühl und Leuchter entstanden im Zusammenhang mit der 150-Jahrfeier 1972. 2018 schuf Juliane Schößl das sakrale Gerät.