Über den Verlust und Schwund an alter Bausubstanz
Am Donnerstag, den 15. Oktober 2026 um 19.00 Uhr referiert Daniel Möller über die Geschichte von Boltenhagen: Erinnerungen an das alte Ostseebad - Verlust und Schwund an alter Bausubstanz. Der Referent nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die Vergangenheit und erläutert, wie aus einem Bauern- und Fischerdorf ein beliebtes Ostseebad wurde. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. Zu dem Vortrag im Ostflügel von Schloss Bothmer, Am Park 1 in 23948 Klütz, lädt das Ortskuratorium Wismar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ein.Anhand historischer Fotografien, Postkarten und Geschichten zeichnet Möller die Entwicklung des Seebades von seinen Anfängen um 1900 über die Kaiserzeit und die bewegten Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nach. Geschildert wird, wie die ersten Badegäste ihren Urlaub an der Ostsee verbrachten, welche Kleidung am Strand getragen wurde und welche Bedeutung die über 100 Jahre alte Seebrücke für das Ostseebad hatte. Auch die Zeit nach 1945, die Bedeutung Boltenhagens in der DDR und die Entwicklung nach der Wende werden beleuchtet. Einen inhaltlichen Schwerpunkt legt der Vortrag auf die Entwicklung des Ortsbildes von den Hütten bis zu den Villen und Pensionen und auf die Bedeutung, die der fortschreitende Verlust alter Bausubstanz in heutiger Zeit hat. Damit berührt der Vortrag zugleich eine zentrale Frage: Was bleibt von der Geschichte eines Ortes, wenn prägende Gebäude und historische Strukturen verschwinden – und wie lässt sich kulturelles Erbe für kommende Generationen bewahren.