08.09.2026

Erneute Förderung für das Ulmer Münster

Baden-Württemberg
Weltgerichtsgemäldes am Triumphbogen im Ulmer Münster
Weltgerichtsgemäldes am Triumphbogen im Ulmer Münster

Die treuhänderische Julius Rohm-Stiftung in der DSD macht die Unterstützung möglich

Am Mittwoch, den 9. September 2026 um 13.30 Uhr übergibt Dr. Julius Rohm im Ulmer Münster einen Fördervertrag in Höhe von 32.582,20 Euro für die dortigen Voruntersuchungen zur Restaurierung des Weltgerichtsgemäldes am Triumphbogen an Dekan Dr. Torsten Krannich. Rohm ist Stifter der Julius Rohm Stiftung zu Ehren von Julius Rohm, dem ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeister von Neu-Ulm, in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, für die er den Vertrag aushändigt.

Die Untersuchung ist mit dem Aufbau eines Großgerüsts verbunden, dessen Kosten in Höhe von 370.000 Euro ebenfalls die Rohm-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziert. Die Voruntersuchung schafft die Grundlage für die Erarbeitung eines Restaurierungskonzepts des gesamten Gemäldes, so dass auch die Kosten für die Gesamtrestaurierung ermittelt werden können. Die Julius Rohm-Stiftung möchte auch diese Restaurierung möglich machen.

Das Gemälde gilt als das größte mittelalterliche Wandgemälde nördlich der Alpen. Auftraggeber waren die Kaufmannsfamilie Rottengatter sowie der Rat der Stadt, der sich auch selbst dargestellt findet. Das Gemälde entstand 1471. In einer Höhe von 42 Metern beherrscht Christus als Weltenrichter das Bild, darunter umringen sieben heilige Jungfrauen ein Lamm. Dargestellt sind außerdem 24 Patriarchen und Propheten des Alten Bundes und die 12 Apostel, die Mutter Gottes und Johannes der Täufer. Auf der einen Bildseite werden Märtyrer und Bekenner von Petrus an der Paradiespforte empfangen, links vom Weltenrichter werden die Verdammten von Teufeln in den Höllenrachen gestoßen.

Die Rohm-Stiftung fördert neben Arbeiten im Ulmer Münster auch die Kirche St. Johann Baptist in Neu-Ulm, deren Gesamtinstandsetzung, die vor einigen Jahren erfolgte, sie ermöglicht hat. Im Ulmer Münster förderte die Stiftung bisher vor allem die Restaurierung der wertvollen Innenausstattung.

Mit dem Bau des Ulmer Münster, der Pfarrkirche einer selbstbewussten Bürgerschaft, im Zentrum der Altstadt wurde 1377 begonnen. Zwischen 1844 und 1890 wurde das Bauvorhaben mit der Ausführung der beiden Osttürme sowie des 161 Meter hohen Westturms abgeschlossen. Die Dachstühle erneuerte man damals in Eisen. Der monumentale, spätgotische Kirchenbau besitzt den zweithöchsten Kirchturm der Welt.

Das Ulmer Münster gehört zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

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Weltgerichtsgemäldes am Triumphbogen im Ulmer Münster
Ulmer Münster

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