Gotteshaus am Wupperufer von der DSD gefördert
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt für Natursteinarbeiten an den Portalen der evangelischen Kirche in Solingen-Burg dank zahlreicher Spenden 7.860 Euro zur Verfügung. Das Gotteshaus gehört seit 2021 zu den über 880 Objekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Im Jahr 2021 wurden die Gebäude bei der Hochwasserkatastrophe stark beschädigt, da die Kirche und das Gemeindehaus nur knapp 20 Meter von der Wupper entfernt liegen.
Zum Objekt:
Die Kirche liegt in direkter Umgebung von Schloss Burg. Der Bau erfolgte zwischen 1732 und 1735. Beim Kirchgebäude handelt es sich um einen unverputzten, schlichten, tonnengewölbten Saalbau im bergischen Barockstil aus Bruchsteinmauerwerk mit angebauter Sakristei. Das Gebäude trägt ein Satteldach mit Dachhäuschen. Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben mit einer umlaufenden Mauer aus dem Jahr 1744. Der viergeschossige Westturm mit Zeltdach entstand erst in den Jahren 1786/1787. Grund dafür war, dass die Regierung des Herzogtums Berg den Lutheranern erst in diesem Jahr das Glockenläuten erlaubte.
Der Innenraum ist durch eine dreiseitig umlaufende Empore auf hölzernen Säulen geprägt. In der Tradition bergischer evangelischer Kirchen befindet sich in der Burger Kirche über dem Altar die geschnitzte Kanzel, und darüber steht auf einer gesonderten Empore die Orgel. Diese wurde 1742 von Martinus Boos aus Neunkirchen erbaut. Seit der Flut 2021 ist die ausgebaute Orgel eingelagert.