13.03.2026

Erneute Förderung für Sanierungsarbeiten am Kurfürstlichen Schloss Mainz

Rheinland-Pfalz
Kurfürstliches Schloss in Mainz
Kurfürstliches Schloss in Mainz

Reminiszenz aus der Zeit der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe

Die Sanierung weiterer Fassadenabschnitte des Kurfürstlichen Schlosses in Mainz wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) erneut gefördert. Der Fördervertrag über 397.000 Euro wird vor Ort am Mittwoch, 18. März 2026 um 15.00 Uhr, vom Mainzer DSD-Ortskurator Robert Sommer symbolisch an Oberbürgermeister Nino Haase übergeben.

Es ist seit 2009 bereits das achte Mal, dass die DSD Sanierungsarbeiten am Mainzer Schloss beratend und fachlich begleitet und finanziell unterstützt. Die seither zur Verfügung gestellte Fördersumme beläuft sich inklusive der aktuellen Förderung und zweckgebundener Spenden des Mainzer Denkmal-Netzwerks in Höhe von 1,25 Millionen auf mittlerweile über 2,7 Millionen Euro. Nachdem das Mainzer Denkmal-Netzwerk, verbunden mit dem Ortskuratorium Mainz, Spenden gesammelt und die DSD eine erste Förderzusage gemacht hatte, begann 2009 das Großprojekt Fassadensanierung, das bis heute andauert. 

Das Mainzer Schloss ist eines von über 360 Objekten, die die DSD, die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, dank ihrer Spender und Spenderinnen und mithilfe von Erträgen der GlücksSpirale bisher in Rheinland-Pfalz unterstützen konnte. 

Die aktuelle Maßnahme umfasst unter anderem die Ergänzung und den Austausch von geschädigten Natursteinteilen, die Abnahme von Putz und Neuputz, den Austausch von Fenstern und die Metallrestaurierung von Fenstergittern. 

Zum Objekt

Das Kurfürstliche Schloss aus rotem Sandstein ist eines der letzten Renaissancebauwerke auf deutschem Boden. Der Bau des Schlosses hat 1627 um die Martinsburg mit dem Rheinflügel begonnen und wurde ein gutes halbes Jahrhundert mit einem Flügel im Norden fortgesetzt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden beide Flügel verlängert. Weitere rund 50 Jahre später kam mit der eingeschossigen Steinhalle ein dritter Flügel hinzu.

Das Schloss ist die letzte Erinnerung an den großen kurfürstlich-erzbischöflichen Hofstaat in Mainz. Nach dem Untergang des kurmainzischen Fürstentums wurde das Schloss im 19. Jahrhundert unter Kaiser Napoleon als Kaserne, Lazarett und Zollmagazin genutzt. 1809 ließ Napoleon die Martinsburg abtragen, so dass der rheinseitige Flügel seitdem freisteht. 1827 kaufte die Stadt Mainz die Schlossanlage.

Im Zweiten Weltkrieg brannte der Bau vollständig aus und wurde 1948 wiederaufgebaut. Dabei wurde nur das Äußere originalgetreu wiederhergestellt, während das Innere zweckmäßig ausgestattet wurde. Das Schloss wird heute für Veranstaltungen und Tagungen genutzt. Im großen Saal im Nordflügel finden regelmäßig Veranstaltungen statt, darunter die traditionelle gemeinsame Sitzung der vier Fastnachtsvereine „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“.

Für Pressevertreter:
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Kurfürstliches Schloss in Mainz
Kurfürstliches Schloss in Mainz

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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