Reparaturarbeiten am Schwellenkreuz
Für die Reparaturarbeiten am Schwellenkreuz der Bockwindmühle in Martinskirchen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale exakt 19.861,55 Euro zur Verfügung. Bereits im vergangenen Jahr stellte die DSD 20.000 Euro für Reparatur- und Sicherungsarbeiten zur Verfügung.
Bei der Windmühle in Martinskirchen in der Gemeinde Mühlberg handelt es sich um eine Bockwindmühle aus dem Jahr 1834. Das technische Denkmal verfügt über eine bemerkenswerte technische Ausstattung, die sowohl historische als auch funktionale Elemente vereint. Der Mahlgang ist mit einem Elevator sowie einem Sechskantsichter ausgestattet, beide betrieben durch einen Elektroantrieb aus dem Jahr 1953. Zwischen 1990 und 1998 wurde die Mühle einer umfassenden Restaurierung unterzogen, bei der ihre historische Substanz sorgfältig bewahrt und ihre Technik instandgesetzt wurde.
Bockwindmühlen sind der älteste Windmühlentyp in Europa. Ein wesentliches Merkmal dieses Typs ist das besondere Konstruktionsprinzip. Das gesamte Mühlenhaus steht auf einem einzigen, kräftigen Pfahl, dem sogenannten Hausbaum. Dieser ist senkrecht in einem hölzernen Stützgestell befestigt, das sich unterhalb der Mühle befindet. Das Gestell wird als Bock bezeichnet und gibt der Mühle ihren Namen. Auf dem Bock kann die gesamte Mühlenmaschinerie mittels der Hebelwirkung des Außenbalkens in den Wind gedreht werden. Freilich ist diese Methode bei wechselnder Windrichtung sehr beschwerlich.
Die Bockwindmühle in Martinskirchen gehört zu den über 760 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Brandenburg fördern konnte.