In sachlich-funktionaler Formensprache konzipiert
Dr. Fritz Fischer, Ortskurator Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), übergibt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 9. Juli 2025 um 11.00 Uhr im Beisein von Michael Layer, Geschäftsführer der Toto-Lotto-Regionalredaktion Stuttgart, einen Fördervertrag in Höhe von 21.000 Euro für die Fensterrestaurierung im sogenannten GEDOK-Haus in Stuttgart an Christiane von Seebach, die Erste Vorsitzende des GEDOK-Stuttgart e.V. Das Atelierhaus, in dem bis heute rund 20 Künstlerinnen unterschiedlichster Altersstufen und aller künstlerischen Sparten leben und arbeiten, gehört seit 2011 zu den über 430 Denkmalen, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
Zum Objekt:
Die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. – kurz: GEDOK – wurde 1926 in Hamburg als Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen von Ida Dehmel gegründet. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Ortsgruppen in Deutschland und Österreich.
Die Stuttgarter GEDOK formierte sich 1937 und nahm 1946 als erste Gruppe nach dem Zweiten Weltkrieg die Arbeit wieder auf. Das Atelierhaus in der Hölderlinstraße wurde 1954 auf Initiative der damaligen GEDOK-Vorsitzenden Elle Hoffmann von der Architektin Grit Bauer in sachlich-funktionaler Formensprache konzipiert, gebaut und 1959 mit dem Paul-Bonatz-Preis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet.
Der Komplex ist ein Zeugnis dafür, wie zu Nachkriegszeiten mit strenger Baustoff- und Wohnraumbewirtschaftung ein rationell zu erstellender und kostensparender Wohnbau zu verwirklichen war. Die Vorgabe, mit geringsten Mitteln die größtmögliche Funktionalität des Hauses zu erzielen, führte zwangsläufig zur Konzentration auf die Konstruktion. Als erstes Wohn- und Atelierhaus Stuttgarts nach dem Krieg umfasst es 22 Wohnateliers, einen Ausstellungs- und Konzertsaal sowie einen Ballettsaal.
FÜR PRESSEVERTRETER:
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