Arbeiten in zwei Etappen
Für Fenstersanierungsarbeiten an der evangelischen Pfarrkirche in Beerfelden stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 50.000 Euro zur Verfügung. Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 290 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte. Die Sanierungsarbeiten finden in zwei Etappen statt. In diesem Jahr werden fünf Fenster der Ostfassade und zwei Fenster der Westfassade saniert. Im Folgejahr ist die Sanierung der Südfassade mit insgesamt 14 Fenstern geplant.
Zum Objekt:
Die evangelische Pfarrkirche Beerfelden wurde zwischen 1812 und 1820 unter der Leitung des Fürstenauer Baudirektors Friedrich Gerhard Wahl errichtet. Charakteristisch sind die Rundbogenfenster, das kräftige Traufgesims sowie der markante Giebelrisalit mit vorgelagerter Freitreppe an der dem Markt zugewandten Schmalseite. Der Turm, dessen Proportionen im Vergleich zum Hauptbau eher zurückhaltend sind, wurde erst 1887 auf dem ursprünglichen Unterbau ergänzt.
Im Inneren präsentiert sich der Kirchenraum heute als weiter Saal mit umlaufenden Emporen auf allen vier Seiten. Ursprünglich war der Raum von einer tonnengewölbten Decke getragen, die auf Stützen ruhte. Altar, Kanzel und die 1830 von Bernhard Dreymann gefertigte Orgel sind an einer Schmalseite konzentriert angeordnet. Erhalten geblieben sind bedeutende Ausstattungsstücke des spätgotischen Vorgängerbaus: eine Gründungstafel von 1500, ein Glasgemälde mit einer Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1510 sowie ein Kelch aus der Zeit um 1500.