08.09.2026

Förderung für die Villinger-Böcklin-Kapelle im Freiburger Münster

Baden-Württemberg

Deutsch Stiftung Denkmalschutz unterstützt Untersuchungs- und Reinigungsarbeiten

Bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 15. September um 10.30 Uhr überbringt Dr. Dagmar Zimdars, Ortskuratorin Freiburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 35.000 Euro für die Untersuchung und Dokumentation der historischen Mörtel und Fassungen, die Abnahme biogenen Bewuchses sowie die konservatorische Reinigung an der Villinger-Böcklin-Kapelle des Freiburger Münsters an Prof. Dr. Hans W. Hubert vom Vorstand des Freiburger Münsterbauvereins e.V. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden. Von der Fördersumme stammen 20.000 Euro aus Mitteln der treuhänderischen Michael Schepelmann-Stiftung unter dem Dach der DSD.

Das Freiburger Münster entstand zwischen etwa 1200 und 1513 und dokumentiert mit seinen unterschiedlichen Bauteilen mehr als drei Jahrhunderte Baugeschichte. Der Kirchenbau vereint spätromanische und gotische Elemente und gilt als herausragendes Zeugnis bürgerlichen Selbstbewusstseins und Kunstsinns des Mittelalters. Zu seinen prägenden Merkmalen zählen der Westturm als erster Maßwerkturm des Mittelalters, der umfangreiche Skulpturenschmuck sowie die bedeutenden Glasmalereien.

Die Villinger-Böcklin-Kapelle ist Teil dieses vielgestaltigen Bauensembles. Die nun geförderten Maßnahmen dienen der Untersuchung historischer Oberflächen und Materialien sowie der schonenden Reinigung der betroffenen Bereiche. Durch die Dokumentation der historischen Mörtel und Fassungen werden wichtige Erkenntnisse zur Bau- und Restaurierungsgeschichte gewonnen. Die Entfernung biogenen Bewuchses und die konservatorische Reinigung tragen dazu bei, die historische Substanz langfristig zu erhalten.

Das Freiburger Münster wird seit vielen Jahren kontinuierlich instandgehalten. Frühere Restaurierungsarbeiten waren insbesondere an den Turmbauten erforderlich, wo Witterungseinflüsse zu Schäden an Maßwerk, Naturstein und Verankerungen geführt hatten. Die laufenden Untersuchungs- und Erhaltungsmaßnahmen sichern die außergewöhnliche bau- und kunstgeschichtliche Bedeutung des Münsters für kommende Generationen.

Das Gotteshaus gehört seit 2003 zu den über 440 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

FÜR PRESSEVERTRETER:
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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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