12.03.2026

Führung durch die ehemalige „Ordensburg“ Vogelsang

Veranstaltungen Nordrhein-Westfalen
Ehemalige „Ordensburg“ Vogelsang
Ehemalige „Ordensburg“ Vogelsang

Das Ortskuratorium Euskirchen/Eifel lädt ein

Das Ortskuratorium Euskirchen/Eifel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Mittwoch, den 15. April 2026 von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr zu einer Führung durch die ehemalige „Ordensburg“ Vogelsang, Vogelsang 70 in 53937 Schleiden ein. Den Rundgang durch das unbequeme Denkmal gestaltet der Geschäftsführer der Vogelsang IP (Internationaler Platz) gGmbH, Thomas Kreyes. Er führt über das Gelände und gewährt Einblicke in ausgewählte, nicht frei zugängliche historische Gebäude, das Primbsch-Haus, die „Burgschänke“ und das belgische Kulturkino. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird gebeten. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.denkmalschutz.de/anmeldung oder über Dr. Roswitha Steinbrink, Telefon 0177-5524324. Die Parkgebühr beträgt 6 Euro.

Thomas Kreyes gibt Hintergrundinformationen über die wechselvolle Geschichte des Gebäudekomplexes, der 1934 von den Nationalsozialisten errichtet wurde und als Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders diente. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Lehrbetrieb eingestellt. 1944 durch Bomben beschädigt, wurde die Anlage 1946 als Truppenübungsplatz des britischen Militärs genutzt und war über 50 Jahre lang ein belgischer und NATO-Truppenübungsplatz. Das rund 100 Hektar große Areal mit einer Gesamtnutzfläche von rund 70.000 Quadratmetern symbolisiert die Staatsideologie des Nationalsozialismus und ist eines der größten erhaltenen Bauensembles aus der NS-Zeit. 1989 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und einer modernen Nutzung zugeführt. Seit 2006 ist die Anlage als Vogelsang Internationaler Platz (IP) zugänglich. 2016 wurde das Baudenkmal im Rahmen einer Dauerausstellung und als architektonische Erinnerungsstätte zu einem NS-Dokumentationszentrum.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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