05.11.2015

Gewinnerin des Jugendfotowettbewerbs Fokus Denkmal kommt aus Brandenburg

Brandenburg
Erster Platz beim Fotowettbewerb Fokus Denkmal für Manina Enzkat aus Brieselang mit dem Foto Gießpfannen im Industriemuseum Brandenburg an der Havel © Manina Enzkat

Mit Industriekultur ganz vorn

Das Gewinnerbild des Jugendfotowettbewerbs Fokus Denkmal der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Brandenburg an der Havel: Die 17-jährige Manina Enzkat aus Brieselang hat dort im ehemaligen Stahlwerk den Siemens-Martin-Ofen fotografiert, der heute als museales Anschauungsobjekt dient. Dr. Wolfgang Illert, Vorstand der Stiftung und Juror zum Siegerfoto: "Die Fotografie der Gießpfannen vermittelt eindrücklich die geballte Kraft von Industrieanlagen aus der Zeit des Bergbaus und Hüttenwesens in Deutschland. Manina hat aber nicht nur die in ihrer Masse fast bedrohlich wirkenden Maschinen in ihrem Bild festgehalten, sondern auch zum Ausdruck gebracht, dass diese ohne weitere Nutzung dem Zahn der Zeit ausgeliefert sind."

Der zweite und der dritte Preis gehen nach Niedersachsen: Tjard Hermes (14 Jahre) aus Wolfsburg überzeugte mit einer sepiagefärbten Aufnahme eines Webstuhls, an dem das traditionelle Handwerk in Aktion gezeigt wird. Sein Bild inszeniert das historische Arbeitsgerät und die Hände der Weberin. Die drittplatzierte Helena Heinkele (16 Jahre) aus Braunschweig wählte ein industrielles Motiv ihrer Heimatstadt, die alte Kesselschmiede des ehemaligen Dampflokomotiven-Ausbesserungswerks. Aus der von der Abendsonne beleuchteten Fassade und ihrer Spiegelung komponierte sie eine stimmungsvolle Aufnahme.

Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland zeigten beim Fotowettbewerb Fokus Denkmal ein bemerkenswertes Gespür für technische Denkmale. In diesem Jahr stand der Wettbewerb wie der Tag des offenen Denkmals am 13. September unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie". Rund 350 Bilder reichten die Teilnehmer zwischen acht und 20 Jahren bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein. Zu gewinnen gab es Geldpreise bis 300 Euro.

Viele der jungen Fotografen waren am Tag des offenen Denkmals mit ihren Familien unterwegs und lernten bei dieser Gelegenheit Denkmale kennen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Auch Schulklassen und Foto-AGs nutzten die Möglichkeit, mit dem Wettbewerb das Thema "Denkmale" kreativ in den Fokus des Unterrichts zu rücken.

Die Gewinnerbilder von Fokus Denkmal und eine Galerie der besten Einsendungen sind unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/fokus zu sehen.

Pressekontakt für Rückfragen:
Carolin Kolhoff * Referatsleiterin Tag des offenen Denkmals
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Tel.: 0228/9091-440 oder -443 * Fax: 0228/ 9091-449
E-Mail: denkmaltag@denkmalschutz.de

Weitere Informationen:
www.tag-des-offenen-denkmals.de * www.denkmalschutz.de.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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