Nach einheitlichem Programm gestaltete Glasgemälde in Chor und Langhaus
Einen Fördervertrag in Höhe von 50.000 Euro für Glasrestaurierungsmaßnahmen in der Kirche St. Johann Baptist in München überbringt Axel Hofstadt, Ortskurator München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 22. Juli 2026 um 9.00 Uhr an Pater Friedrich.
Der Kirchenbau, sozialer und städtebaulicher Mittelpunkt des Stadtquartiers Haidhausen, wurde zwischen 1852 und 1874 errichtet. Die neugotische Wandpfeilerkirche mit eingezogenem erhöhtem Chor, erhöhtem Westturm und Chorflankentürmen ist ein Backsteinbau. 1858 war das Langhaus des dreischiffigen Ziegelbaus fertiggestellt. Mit einer Länge von 80 Metern und einer Breite von 35 Metern, der Gewölbescheitelhöhe von 25 Metern und der Turmhöhe von 91 Metern ist die Kirche der größte Kirchenbau im östlichen Münchner Stadtgebiet. Bedeutendster Teil der Ausstattung sind die nach einheitlichem Programm gestalteten Glasgemälde von 1903 bis 1918 in Chor und Langhaus.
Nach der Zerstörung im Jahr 1945 wurden die Lanzettbogenfenster des Langhauses vereinfacht aus Betonkunststein wieder hergestellt. In die rekonstruierten Lanzettbogenfenster sind die bauzeitlichen Buntglasfenster eingesetzt worden. An den Maßwerkfenstern werden zahlreiche durch Spannungen verursachte Ab- und Ausbrüche sowohl innen- als auch außenseitig festgestellt. Die Verfugungen sind zu großen Teilen geschädigt. Es zeigen sich Flankenabrisse und teilweise bröcklig zermürbte Fugen. Die Fenstereinputzungen sind in großen Teilen geschädigt oder fehlen bereits.
St. Johann Baptist gehört zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER: Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.