Die Grabanlage wurde 1987 in die Baudenkmalliste der Stadt Steinfurt eingetragen
Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 11. Februar 2026 um 11.00 Uhr überbringt Sigrid Karliczek, Ortskuratorin Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro für die Restaurierung und Standsicherheitswiederherstellung einzelner Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Burgsteinfurt an Hans Schröder, Technischer Beigeordneter der Stadt Steinfurt. Die Grabanlage gehört nunmehr zu den über 880 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Zum Objekt
Der Jüdische Friedhof ist ein bedeutendes historisches Zeugnis des Steinfurter Ortsteils Burgsteinfurt. Er wurde 1987 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Steinfurt eingetragen. Die Anlage spiegelt die nahezu ein Jahrhundert währende Nutzung als letzte Ruhestätte der jüdischen Gemeindemitglieder Burgsteinfurts wider. Der Friedhof hat trotz einer Schändung im Jahr 1938 seine wesentlichen Strukturen bewahren können. Das charakteristische Wegesystem, die Toranlage sowie die Grabstätten aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind größtenteils erhalten geblieben. Lediglich die im Jahr 1918 von der Familie Wertheim zum Gedenken an ihren im Krieg gefallenen Sohn errichtete Trauerhalle wurde 1961 abgebrochen.
Die ältesten Grabsteine stammen aus dem 19. Jahrhundert und zeichnen sich durch ihre hebräischen Inschriften sowie ihre hohe gestalterische Qualität aus. In der darauffolgenden Bauphase finden sich kunstvoll gearbeitete Grabmale, die aus unterschiedlichen Natursteinen bestehen und vielfältige Oberflächenbearbeitungen aufweisen. Die Grabsteine des 20. Jahrhunderts sind überwiegend aus Granit oder Kunststein gefertigt und tragen größtenteils bereits lateinische Inschriften. Das Erscheinungsbild der Grabsteine reicht von schlichten Steinplatten bis hin zu hohen Stelen sowie Grabstätten, deren Gestaltung sich teilweise an christlichen Vorbildern orientiert.
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