Führungen, Vorher-Nachher-Einblicke und Mitmachaktionen für Helmstedter und Unterstützer
Mit einem großen Hoffest geht am Freitag, den 12. Juni 2026, das zweiwöchige Denkmalrettercamp der Jugendbauhütten auf der historischen innerstädtischen Hofanlage Kramers Gut in Helmstedt zu Ende. Nach zwei intensiven Arbeitswochen mit rund 300 Freiwilligen sind Bürgerinnen und Bürger, Unterstützer, Förderer und Neugierige herzlich zu den abschließenden Feierlichkeiten eingeladen. Auf Kramers Gut können sie sich die Ergebnisse der Arbeiten anschauen und Einblicke erhalten, was dank des gemeinschaftlichen Engagements der Freiwilligen und der Unterstützung von der Stadt, von Vereinen, Service-Clubs und dem Ortskuratorium und Förderern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über die vergangenen Wochen umgesetzt werden konnte.
Von 15 bis 20 Uhr wird gefeiert, es wird Aktionen für Kinder, die einen spielerischen Zugang zur Denkmalpflege bieten und Führungen über Kramers Gut, die Einblicke in die laufenden Arbeiten und die zukünftigen Pläne für den Standort liefern sowie Schaubaustellen und Vorher-Nachher-Einblicke in die Instandsetzungsarbeiten auf Kramers Gut geben.
Außerdem können sich die Besucher selbst handwerklich ausprobieren, beim Schmieden oder beim Herstellen von Lehmstaken – Holzstäbe, die mit einem Gemisch aus Lehm und Stroh umwickelt werden, ein traditionelles Baumaterial, das beim Fachwerkhausbau für Wände und Decken verwendet wird. Stände mit regionalen Erzeugern und Essens- und Getränkeangebot, Infostände der Stadt Helmstedt und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz laden zum Verweilen und zum Austausch ein.
Kramers Gut ist eine weitgehend geschlossene Hofanlage aus dem 17. Jahrhundert und eine der letzten erhaltenen innerstädtischen Hofanlagen der Region. Die Stadt hat das Areal 2024 mit dem Ziel erworben, es gemeinsam mit der Stadtgemeinschaft zu revitalisieren und zu entwickeln. Es soll ein Quartier entstehen, in dem sich soziale, öffentliche und private Nutzung, Gastronomie, Gewerbe und Wohnen verbinden. Auch die Jugendbauhütte Niedersachsen soll dort künftig einen festen Platz haben: Es soll ein Seminar- und Begegnungszentrum entstehen.
Das Denkmalrettercamp findet vom 1. bis 12. Juni 2026 auf Kramers Gut in Helmstedt statt. Es ist aus den Fluthilfecamps der Jugendbauhütten – ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste – nach der Ahrtal-Katastrophe 2021 hervorgegangen. Die Idee der gemeinsamen bundesweiten Hilfe wurde weiterentwickelt zu einem mobilen, bundesweiten Einsatzformat: Junge Freiwillige aus ganz Deutschland arbeiten zeitlich begrenzt an ausgewählten Denkmalen, um diese mit praktischer handwerklicher Arbeit vor Ort instand zu setzen und zu deren Erhalt beizutragen.
Bundesweit unterhält die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 16 Jugendbauhütten mit jährlich rund 350 Plätzen. Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren erlernen dort traditionelle Handwerkstechniken, wenden sie am Original an und erfahren das Besondere, Echte und Authentische mit eigenen Händen. Mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) hat die DSD einen erfahrenen Partner an ihrer Seite, der die Umsetzung im Rahmen der staatlich anerkannten Freiwilligendienste sicherstellt.
Rund 80 Prozent der Teilnehmenden bleiben nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Handwerk, in der Denkmalpflege oder in der Restaurierung und beginnen häufig eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich. Einsatzstellen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes. Vorbild für die Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister am Original.
Für Fragen und Besuchswünsche können sich Medienvertreter wenden an: Laura Haverkamp, jugendbauhuetten@denkmalschutz.de,
Tel. 0228/909 11 61.
Weitere Informationen unter: www.denkmalschutz.de/denkmale-erleben/jugendbauhuetten/denkmalrettercamp.html