Auch am Hausmannsturm in Helmstedt oder auf Schloss Harbke in Sachsen-Anhalt wird gearbeitet
Vom 1. bis zum 12. Juni 2026 kommen rund 300 Freiwillige nach Helmstedt in Niedersachsen, um Instandsetzungsarbeiten an Kramers Gut durchzuführen. Die Teilnehmer des Denkmalrettercamps der Jugendbauhütten, einem Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd), werden aber nicht ausschließlich auf der innerstädtischen Hofanlage aktiv sein, sondern auch an weiteren Denkmalen in Helmstedt und der Region arbeiten.
Die „Denkmalretter“, darunter aktuelle und ehemalige Teilnehmer verschiedener Jugendbauhütten sowie ihre Fachanleiter, werden jeweils mittwochs an verschiedenen Sondereinsatzstellen aktiv. Geplant sind Arbeiten an einer historischen Mauer im Schlosspark Harbke in Sachsen-Anhalt, am Natursteinmauerwerk des Scheepers Hauses in Königslutter, an der einsturzgefährdeten Treppe des Meibomschen Hauses in Helmstedt, am Fachwerk des Schützenhauses in Helmstedt sowie am Gemäuer der Burg Warberg, wo zusätzlich Mauern im Garten freigelegt werden. Am Mittwoch, den 10. Juni, wird zudem an der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn gearbeitet – hier werden Fenster neu gestrichen – sowie am Hausmannsturm in Helmstedt. Am Turm wird mit Restaurierungsarbeiten begonnen.
Bereits am Dienstag, den 9. Juni, gibt es besonderen Besuch auf Kramers Gut von einem Team der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Braunschweig/Wolfenbüttel. Die Wissenschaftler forschen an Dämmstoffen aus Pilzmyzel und wollen diese an der historischen Bausubstanz von Kramers Gut testen.
Das Denkmalrettercamp findet vom 1. bis 12. Juni 2026 auf Kramers Gut in Helmstedt statt. Es ist aus den Fluthilfecamps der Jugendbauhütten – ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste – nach der Ahrtal-Katastrophe 2021 hervorgegangen. Die Idee der gemeinsamen bundesweiten Hilfe wurde weiterentwickelt zu einem mobilen, bundesweiten Einsatzformat: Junge Freiwillige aus ganz Deutschland arbeiten zeitlich begrenzt an ausgewählten Denkmalen, um diese mit praktischer handwerklicher Arbeit vor Ort instand zu setzen und zu deren Erhalt beizutragen.
Bundesweit unterhält die DSD 16 Jugendbauhütten mit jährlich rund 350 Plätzen. Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren erlernen dort traditionelle Handwerkstechniken, wenden sie am Original an und erfahren das Besondere, Echte und Authentische mit eigenen Händen. Mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) hat die DSD einen erfahrenen Partner an ihrer Seite, der die Umsetzung im Rahmen der staatlich anerkannten Freiwilligendienste sicherstellt.
Rund 80 Prozent der Teilnehmenden bleiben nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Handwerk, in der Denkmalpflege oder in der Restaurierung und beginnen häufig eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich. Einsatzstellen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes. Vorbild für die Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister am Original.
Für Fragen und Besuchswünsche können sich Medienvertreter wenden an: Laura Haverkamp, jugendbauhuetten@denkmalschutz.de,
Tel. 0228/909 11 61.
Weitere Informationen unter: www.jugendbauhuetten.de