Stadt, Vereine, Service-Clubs, Ortskuratorium und Förderer der DSD machen Projekt erst möglich
In den ersten beiden Juniwochen, vom 1. bis 12. Juni 2026, sind rund 300 Freiwillige auf der denkmalgeschützte Helmstedter Hofanlage aus dem 17. Jahrhundert beim Denkmalrettercamp der Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) aktiv. Das ist nur dank eines Netzwerks aus Förderern, Partnern und engagierten Privatpersonen möglich, die das Vorhaben auf unterschiedliche Art und Weise unterstützen.
Der Service-Club Lions Club Helmstedt hat für das Denkmalrettercamp 300 Paar Arbeitshandschuhe – eine Sachspende von Amazon in Barmke – für die freiwilligen Helfer und Helferinnen zur Verfügung gestellt, die direkt bei den handwerklichen Arbeiten am Denkmal zum Einsatz kommen werden. Außerdem unterstützen der Lions Club Helmstedt und der Rotary Club Helmstedt das Denkmalrettercamp für Kramers Gut mit jeweils 1.000 Euro.
Die Stadt Helmstedt, Eigentümerin von Kramers Gut, unterstützt das Projekt, in dem die Materialkosten für die Arbeiten an der historischen Hofanlage übernommen werden und auch die Umsetzung vor Ort begleitet wird.
Eine weitere wesentliche Rolle für das Denkmalrettercamp spielt der Helmstedter Förderverein Waldbad Birker Teich, der den Freiwilligen das denkmalgeschützte Waldbad aus den 1950er Jahren als Campstandort kostenfrei zur Nutzung zur Verfügung stellt. Im Camp werden die Freiwilligen, zu denen vor allem Aktive und Ehemalige der Jugendbauhütten gehören, während der zwei Wochen leben und ihren Alltag gemeinschaftlich organisieren.
Darüber hinaus wird das Camp durch das LEADER-Programm „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ gefördert. LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem modellhafte, innovative Aktionen im ländlichen Raum unterstützt werden sollen. Die LEADER-Mittel für Helmstedt fließen in den Aufbau des Camps und die Verpflegung der Teilnehmenden – und schaffen damit eine wichtige Grundlage für das gemeinschaftliche Arbeiten und Leben vor Ort.
Eine wichtige Basis für das Denkmalrettercamp in Helmstedt haben die Förderer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geschaffen, die einem Aufruf der „Monumente“, das Förderermagazin der DSD, gefolgt sind und für das Camp gespendet haben. Auf diesem Weg konnten bereits über 140.000 Euro für das Projekt gesammelt werden.
Unterstützung gibt es auch durch das Ortskuratorium Helmstedt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, das unter anderem das Benefizkonzert anlässlich des Denkmalrettercamps organisiert hat. Zudem geht es auf die Initiative des Ortskuratoriums zurück, dass 2021 das Projekt in der Region Ostfalen gestartet wurde, dass geografisch zwischen Wolfsburg, Helmstedt, Braunschweig und Wolfenbüttel angesiedelt ist. Seit 2025 hat die Mobile Einsatzstelle Ostfalen der Jugendbauhütte Niedersachsen auf Kramers Gut auch ihren Sitz.
Das Denkmalrettercamp findet vom 1. bis 12. Juni 2026 auf Kramers Gut in Helmstedt statt. Es ist aus den Fluthilfecamps der Jugendbauhütten – ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste – nach der Ahrtal-Katastrophe 2021 hervorgegangen. Die Idee der gemeinsamen bundesweiten Hilfe wurde weiterentwickelt zu einem mobilen, bundesweiten Einsatzformat: Junge Freiwillige aus ganz Deutschland arbeiten zeitlich begrenzt an ausgewählten Denkmalen, um diese mit praktischer handwerklicher Arbeit vor Ort instand zu setzen und zu deren Erhalt beizutragen.
Bundesweit unterhält die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 16 Jugendbauhütten mit jährlich rund 350 Plätzen. Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren erlernen dort traditionelle Handwerkstechniken, wenden sie am Original an und erfahren das Besondere, Echte und Authentische mit eigenen Händen. Mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) hat die DSD einen erfahrenen Partner an ihrer Seite, der die Umsetzung im Rahmen der staatlich anerkannten Freiwilligendienste sicherstellt. Rund 80 Prozent der Teilnehmenden bleiben nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Handwerk, in der Denkmalpflege oder in der Restaurierung und beginnen häufig eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich. Einsatzstellen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes. Vorbild für die Jugendbauhütten sind die mittelalterlichen Bauhütten, in denen gemeinsam gelebt und gearbeitet wurde. Hier lernte der Lehrling vom Meister am Original.
Für Fragen und Besuchswünsche können sich Medienvertreter wenden an: Laura Haverkamp, jugendbauhuetten@denkmalschutz.de,
Tel. 0228/909 11 61.
Weitere Informationen unter: www.jugendbauhuetten.de